21 / 01 / 06 bis 24 / 03 / 06
Raummalerei von Renate Wolff
"Die Anfänge menschlicher Kultur liegen unter der Erde, wo in blutigen Riten der Gottheit gehuldigt wurde."
Ausgangspunkt jeder Arbeit von Renate Wolff ist die Architektur, die als visuelles und geistiges Koordinatensystem die Welt im utopischen wie im realen Sinn begreifbar macht.
In Reaktion zur allgegenwärtigen Präsenz optischer Medien entstehen Raumarbeiten, in denen filmsprachige Formelemente anklingen wie Sequenzierungen, Überblendungen, Totalen und Zooms, retardierende Momente, Linearitäten. Besondere Thematisierung erfährt darin der Zwischenraum, der an den formalen Schnittstellen erahnbar wird und in seiner räumlich-zeitlichen Differenz zum Teilnehmen einlädt. Realraum und geistiger Raum durchdringen sich. In der gleichzeitigen Betonung der rhythmischen Elemente und im freien Spiel der verschiedenen Ebenen entsteht eine Wechselwirkung der Kräfte, die den Raum visuell in Bewegung versetzt. Als Mittelpunkt dieser Inszenierung wird sich der Betrachter in seiner eigenen Vorstellung von Raum und Zeit wiederfinden.
Begleitet wurde die Ausstellung von einem Menue mit unterirdischen, saftigen und blutigen Zutaten.