IMAMBAYILDI

IMAMBAYILDI
(THE IMAM FAINTS)

Painting, objects, installation by Cihangir Gümüstürkmen

12 / 04 / 24 until 09 / 06 / 24

The works of the artist Cihangir Gümüştürkmen, who was born in Izmir in 1964 and has lived in Berlin since 1977, range from painting and
objects, photographic and video works and performances. The all-round artist and producer has worked in countless show productions
at home and abroad. He is the co-founder of the Salon Oriental Varieté (1996), the Gayhane Party (1998) and GLADT e.V. (2000).
Since 2019, the artist has focused exclusively on visual arts, with national and international exhibitions.

During his childhood in Izmir, Cihangir was fascinated by the Turkish films of the 1970s. The colourful film posters painted on large canvases
film posters painted on large canvases. In the Turkish Cinema series, he picks up on these memories, playing with the classic film
film pairs and film titles, reassembling them and projecting them onto canvas.

Works from the Headscarf and Persona series will also be shown at this exhibition.

www.art-of-cihangir.de

 

To the Imambayildi exhibition we serve the menu

The imam faints

A menu with Turkish recipes according to Musa Dagdeviren.

SILENCE MEAL

SILENCE MEAL

Performance by Nina Backman

19 / 03 / 15 until 08 / 04 / 2015

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The Silence Meal hosted by the finnish artist Nina Backman is a performative dining experience and an integral part of the Silence Project and its corresponding ongoing exhibition programme. Guests at a Silence Meal are seated at a long dinner table in a quiet room and are provided with a meal that is then held in silence.

The Silence Meal is yet another step in a series of experiments revolving around senses and urban space. It is an exercise in meditative contemplation. A moment to be with one’s own voice in the presence of others, yet away from the distractions that have come to influence and change our habits in recent times. When dimming down verbal communication the experience of an otherwise familiar activity changes fundamentally.

Zagreus Project functions as a gallery and gastronomic space. Chef, gallery owner and curator Ulrich Krauss organizes exhibitions in relation to food or gastronomic concepts. The Silence Meal suits Zagreus’s approach perfectly.

The Silence Meal will last approximately 1 hour. Each performance of the Silence Meal will be documented and become part of the continually evolving exhibition programme of the Silence Project.

The Silence Meal is sponsored by Iittala.

www.silenceproject.fi

Menu

Beetroot with pomegranade, black cardamom and roasted sesame, fried sea bass with lemon, coriander and anise, yoghurt mousse with horseradish and rape oil, radishes

Guinea fowl breat and leg with a rosemary crust, marinated cabbage with sea salt and Lemon and a cep sauce with white Port

Honey ice cream, chocolate sauce with Grand Marnier and whipped cream with vanilla

 

AM BRUNNEN VOR DEM TORE

Installation und Performance von Bruno Nagel

vom 06 / 06 / 2014 bis 29 / 08 / 2014

Zagreus Bruno Nagel

Mit der Ausstellung AM BRUNNEN VOR DEM TORE umbaut Bruno Nagel den Brunnen im Hofgarten des Zagreus. Der Brunnen mit der Gravur 1914 wird dieses Jahr 100 Jahre alt und wir feiern.

Im Innenraum stellt er ein Objekt-Wort-Ensemble zusammen, das die Menüabende stimulierend begleitet.

Im weiteren Verlauf machte Bruno Nagel das Wasser zum Thema.
Durch Quellbegehungen im Schwäbischen und dem Abfüllen von Wasser an den Ausschüttungsorten, dass er wiederum als Verdünnung seiner Destillate zuführt.
DER KLARE KARL ist im Ausschank !

Zagreus Bruno Nagel

Zur Eröffnung gibt es ausserdem Gruibinger Brunnenbier naturtrüb und eine Suppe aus Brunnenkresse, die der Künstler an seinem derzeitigen Wohnort der Zachersmühle, an der dortigen hauseigenen Quelle gesammelt hat.

Bruno Nagel wird zum EröffnungsAbend mit Gesang und Wort den Wassergeist anrufen und AM BRUNNEN VOR DEM KURATOR singen.

ambrunnenvordemtore.blogspot.de
www.brunonagel.de

LEBEN IN DER SMARTBOX

Performance & Installation inkl. fünf Glücksspeisen

17 / 02 / 11 bis 26 / 03 / 11

Koechinnen-Kopie

Eine Performance über Erlebinspartys, formbare Selbstbestimmung, echte Verstellung, praktische Dessous, köstliche Plastikartikel und einen hauchzarten Eintopf. Eine Installation über unentfremdete Authentizität ohne Funktionalität, Leben jenseits aller gesellschaftlicher Zwänge, privates Glücksrefugium – immer ehrlich und überzeugend. Wie kann es sein, dass dieses Unternehmen mit seinen industriell gefertigten Plastikschüsseln Erlebnisse und Gefühle produziert, die mich glücklich machen? Ist das jetzt hier alles smart?

Die beiden Schauspielerinnen Agnes Burger und Sarina Schnizer versuchen sich einzufühlen in das persönliche Glück der Engländerin Ethel Granger (1905-1982) und der Amerikanerin Cathie Jung (*1937). Denn beide, unterstützt durch das tägliche und nächtliche Tragen von Korsetts, haben es zu einem sagenhaften Guinness-Weltrekord von einem Taillenumfang von 33 cm bzw. 38 cm gebracht. Das ist zwar zugegebenermaßen ein recht beschwerliches Ziel, als Lohn winkt jedoch ein außergewöhnliches Selbst.

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Doch so einfach ist das nicht, sich zu entfremden, die eigenen Ansprüche zu ignorieren und sich zu identifizieren. Aber da gibt es ja noch die fabelhafte Gefühls- und Geschäftswelt der Erlebnispartys für den Direktvertrieb von Küchen- und Haushaltsartikeln, Dessous und anderen reizvollen Produkten. Sie stärken das Selbstbewusstsein und machen glücklich. Schließlich ist alles nur eine Frage der richtigen Organisation und der richtigen Verpackung. Beides zu erlangen, die Frage überhaupt, was richtig, was falsch ist, erfordert harte Arbeit von den Frauen.

Gekämpft wird schließlich um die glaubwürdigste Identität, die beeindruckendste Performance und die erfolgreichste Marketingstrategie. Und bei all dem darf natürlich auch das mütterliche Prinzip nicht außer Acht gelassen werden: Agnes Burger und Sarina Schnizer kochen Eintopf für ihre Gäste. Essen aus der Smartschüssel. Eintopf für alle!

LEBEN IN DER SMARTBOX ist eine Recherche zur kulturanthropologischen Konstitution Mensch, seiner Identität als formbares Kunst(stoff)produkt und eine szenische Montage über echte Verstellung jenseits von Ökonomisierung, Warenstatus und Erfolgsfaktor. In der Synthese von Performance, Installation und Kochkunst reflektiert LEBEN IN DER SMARTBOX mit Witz und Ironie über die Möglichkeit von Individualität, Selbstbestimmung und Glück in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft, was zu der Frage nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Mensch und Plastikware führt und mit welchen Mitteln sich beides am lukrativsten vermarkten lässt. Plastik für alle!

Mit: Agnes Burger, Sarina Schnizer
Konzept, Regie & Textmontage: Johanna Hasse
Rauminstallation & Kostüme: Friederike Baer
Video: Anja Mayer
Dramaturgie: Thomas Schick
Regieassistenz: Franziska Oehme
Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Kerstin Böttcher

In Kooperation mit Zagreus Projekt Kochkunst-Galerie Berlin | Gefördert von der Allianz Kulturnetz und der Stiftung Fraueninitiative | Mit Unterstützung von Förderband Kulturinitiative Berlin und Theaterhaus Mitte | Medienpartner: zitty Berlin und MotorFM 100,6

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Das Menü zur Installation:
ERANOS – BANKETT
Fein abgeschmeckt ins Paradies

Fein abgeschmeckt ins Paradies
Eine Speisenfolge aus der Sizilianischen Küche

Vorspeisenplatte

– Insalata verde cogli agrumi: Gemischter Salat mit frischen Zitrusfrüchten
– Paste con le Sarde: Spaghettini mit Sardinen, Fenchel, Rosinen und Pinienkernen
– Polpeti con Ragû: Fleischbällchen in Tomaten-Auberginen Sauce und Kapern

Zwischengang

– Couscous di Pisei al Siciliano: Couscous mit Meerfisch, Calmar, Muscheln und Mandeln

Hauptgang

– Coniglio con Agrodolce: Süss-saures Kaninchen in einer Sauce aus Tomaten, Mandeln, Kapern und Oliven
– Canellini al Diavolo: Scharfe weisse Bohnen mit Prosciutto, Mangold, Tomaten und Chili

Desert

– Crostata di limone: Zitronentorte
– Mandeleis

DER FLIEFENHIRTE

Installation und Performance von Lotta Weigl

07 / 08 / 09 bis 13 / 09 / 09

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Der natürliche Aufenthaltsort der Künstlerin Lotta Weigl ist ein Ort zwischen den Welten. In vielerlei Hinsicht tanzt sie in völliger Selbstverständlichkeit über die Grenzen, die wir zu unserer eigenen Versicherung durch die Welt gezogen haben. Lotta Weigl folgt mit ihrer Arbeit den Spuren der Fliegen in die Welt zwischen Tod und Leben. Fliegen sind die Boten der Unterwelt. Sie begleiten den Menschen über ihr Leben hinaus, in ihrer Welt nährt (das) Tote(s) das Leben.

Das Bewusstsein unseres eigenen Seins nährt sich vom Wissen der Möglichkeit des Nichtseins.
Es gibt seltene Momente in denen wir den Ruf der Sorge vernehmen, der uns an die Möglichkeit des Nicht-Seins erinnert.
Das sind die Momente in denen wir unserer Selbst und unseres Lebens bewusst werden.
Aber in einer Welt vieler kleiner Sorgen und Besorgungen ist es oftmals zu laut um den Ruf der Sorge zu vernehmen. Wir wischen sie weg wie eine lästige Fliege. Je weniger wir bei uns selbst sind, desto mehr verdrängen wir den Gedanken an den Tod. Wir verdammen den Tod in die Unterwelt und vertreiben ihn hinter den Styx. Von Zeit zu Zeit dringt von dort eine diffuse Angst in unser Leben. Der sich selbst bewusst werdende Mensch aber ist ein Grenzgänger zwischen den Ober- und Unterwelten.

Lotta Weigls arbeiten reissen Löcher in die Wände der Verdrängung, und machen sichtbar, dass hinter der Wand der Verdrängung nicht das Grauen sondern (das) Leben liegt, mit dem es sich zu versöhnen gilt.

“Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Freunde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.”

Der erste Schritt sich zu versöhnen ist gemeinsam zu speisen. Nehmen sie Platz zwischen Styx und Spree, der Fliegenhirte läd sie an die Tafel, keine Angst.

http://www.lottaweigl.de/

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MENÜ ZWISCHEN STYX UND SPREE

Schwarzer Risotto mit blattgold

Grosse Platte „Memento Mori“

Kräutersalat, Löwenzahn, Rucola und Blüten,
Dressing mit gebratenem Speck und pochiertem Ei,
Rücken, Keule und Leber vom Kaninchen,
schwarze Berglinsen, marinierte Pilze, Tomatenherzen,
Preiselbeeren und rote Kartoffeln

Zitronenparfait mit Orangenbisquit und Sahne mit Prangenlikör

THIS IS A WORK OF ART

Installation und Performance von PSJM

29 / 05 / 09 bis 24 / 07 / 09

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Zur Installation THIS IS A WORK OF ART des spanischen Künstlerduos PSJM
servieren wir das Menü 4 REFLEXIONEN ZUR KOCHKUNST, das unterschiedliche
Kochstile und gastronomische Ansätze zusammenbringt. Wir fragen: was ist Kunst?
und im Speziellen: was ist Koch-Kunst?

Dekonstruierte Tortilla de Patata im Glas

Duo von Loup de Mer und Seeteufel auf zweierlei Art mit
Gelee aus getrockneten Tomaten, geschmolzene Tomaten
mit Pinienhonig, violettem Karoffelpapier und Zucchini-Wasabi Salat

Gemischtes Gulasch mit Bauernbrot

Fruchtkugeln mit freiem Himmel

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http://www.psjm.es

KNOCHENARBEIT

10 / 04 / 01 bis 25 / 05 / 01

Installation und Interpretationsstücke (Performances) von TAFEL7

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Die Arbeit von TAFEL7 dreht sich diesmal vollständig um die Wildsau:

DAS HAUSSCHWEIN verhält sich zur HAUSFRAU, wie das WILDSCHWEIN zur FRAU.
Das Video zeigt HAUT-abziehen und Knochenausbrechen.
Die Bilder HIRNREDUKTION reflektieren den Domestikationsprozeß, dem die Wildsau in den letzten 3000 Jahren ausgeliefert war.
Das WILDSCHWEINFELL unter rotem Türsturtz bildet die Schwelle, die vom Besucher betreten werden muss, um zum NETZWERK zu gelangen!
Das NETZWERK besteht aus den KNOCHEN des Wildschweins, die – schützend mit roter Wolle umhäkelt – zu einem Netz verknüpft und im Raum verspannt sind.

 

BROT ZEIT

10 / 10 / 00

Mensch ißt Brot. Brot ist Mensch.
Performances von BBB Johannes Daimling, Irina Thormann, Ingolf Keiner, Anja Ibsch, Michael Walther, Tafel 7, Steffi Wurster, Stephan US

Brot als alltägliches Nahrungsmittel des Menschen, das mit hohen symbolischen Werten aufgeladen ist, wird installatorisch, performativ und kulinarisch eingesetzt. Die daraus resultierende Existenznähe ist Inhalt des gesamten Projektes. Brot und Zeit sind Grundformen des Lebens und in allen Kulturen verständlich. Es wird versucht Brot als kommunikationsmittel, als Sprache oder Medium einzusetzen. Dies wird durch das in der Galerie servierte Brotmenue unterstrichen.Schwerpunkt des Projektes ist die Kunstform der Performance und Installation. Vergänglichkeit und Energiegewinn sind u. a. Wesenszüge, die sowohl Brot als auch Performance in sich vereinen.

 

TAFEL 7 ESSEN 7 FÜTTERN

04 / 07 / 00 bis 28 / 07 / 00

Performance und Installation von Ulla Rauh und Ruth Pieper

Die Arbeit der Gruppe TAFEL 7 interpretiert die Lebenserhaltenden, kommunikativen und erotisch – sexuellen Anteile von ESSEN

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Hier präsentiert TAFEL 7 ihre neue Arbeit zur Extremform des ESSENS – das FÜTTERN.
HINGABE, FÜRSORGE, GENUSS und ZWANG – vier FAHNEN versinnbildlichen in großen, farbigen Lettern die Spannbreite dieser Form der Nahrungsaufnahme.

Vier FÜTTERMÖBEL veranschaulichen die elementaren Aspekte des Fütterns. In den INTERPRETATIONSSTÜCKEN, die als ritualisierte Handlung die Rauminstallation konkretisieren und das Publikum herausfordern, werden diese Objekte zum künstlerischen Gebrauchsgegenstand.