SCHNITTBILDER – reise durch die wirklichkeit

11 / 02 / 01 bis 06 / 04 / 01

Installation von Michael Najjar

novokrieg_smin seiner installation zerlegt Michael Najjar den medialen tv-eintopf in seine bestandteile und setzt die wirklichkeit in form von großformatigen „tafel-bildern“ neu zusammen. jede noch so unterschiedliche information wird in ihrer erscheinungs-form egalisiert. vier thementische, die die
titel „freiheit“, „zerstörung“, „begierde“ und „einsamkeit“ tragen,  bestimmen den raum.

den gästen wird an diesen tischen eine folge von acht kulinarischen schnitten durch die welt serviert. acht gerichte aus völlig unterschiedlichen ländern und kulturellen hintergründen. diese werden in miniaturform und in größtmöglichem kontrast an farbe, form und geschmack serviert. die konversation beim essen wird sich dem thematischen imperativ der „tafel-bilder“ nicht entziehen können.

 

DAS TÄGLICHE FISCHEN

Textarbeiten von Bruno Nagel

hammelkeuleBruno Nagel nutzt Kunst als Sprachraum. Er deutet inszeniert und poetisiert mit Hilfe des Wortes und seinen zeitgemäßen Ausdrucksformen. Die Arbeiten sind gleichsam dichterische Informationsträger als auch konzeptueller Sprachgebrauch im öffentlichen Raum.

Schrifttyp und Farbe sind auf die unterschiedlichen Trägermaterialien eingestellt. Somit wird dem inhaltlichen Einsatz des Wortes ein Outfit verpasst, das dem Betrachter nicht nur eine Botschaft, eine poetische Struktur oder Denkweise vermittelt, sondern darüber hinaus ein lesbares Bild.

In der Wandarbeit “Das tägliche Fischen” vernetzt er eine Abfolge von Ereignissen mit der daraus resultierenden Erkenntnis. Er knüpft gleich einem Fischer sein Netz bis in die Küche zum Menue mit täglich frischen Fischen aus brandenburgischen Seen und Flüssen.

 

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