SUSTAINABLE SUSHI

Tischinstallation mit Wasserkanal
Von Hiroko Tanahashi und Max Schumacher

10 / 08 / 11 bis 18 / 09 / 11

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Japanische Küche, vor allem Sushi und Sashimi, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch leider sind diese Delikatessen nicht ethisch und ökologisch korrekt. Thunfische werden überfischt, Fischfarmen für Lachs sind eine ökologische Katastrophe und auch andere Zutaten problematisch. Tiefgefrorener und um die Welt geflogener Fisch hinterläßt einen gewalten CO2-Fußabdruck.

Die interdiszilplinäre Gruppe post theater hat mit „FISH-TALES“ ein Theaterstück geschaffen, das sich mit der Kulturgeschichte des Fischkonsums beschäftigt. Dazu ging post theater auf Recherche in Dänemark, Island und Japan. Doch die Künstler wollten mehr als nur auf Probleme aufmerksam machen. Sie wollten eine Alternative anbieten, eine Lösung des Problems. Also bauten sie eine Restaurant-Installation für nachhaltige Sushi: nekkko.

Wer es nicht zur Installation schafft oder wer nachhaltige Sushi zu Hause selber machen möchte, kann die Methoden und Rezepte für nachhaltige Sushi auch als Kochbuch bestellen. Die Designerin Sybille Neumeyer hat mit Hiroko Tanahashi und Max Schumacher ein Kunst-Kochbuch gestaltet mit zahlreichen Bildern, Illustrationen und Hintergrundinformationen (in Deutsch und Englisch). Das handgemachte Buch (auf drei verschiedenen Papiersorten, Schraubengebunden, limitierte Auflage, signiert) erscheint Anfang Dezember 2011, wird 25 EUR kosten und kann über info@posttheater.com bestellt werden.

www.nekkko.de/index.html

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MENÜ

Die Zutaten sind überwiegend so regional und saisonal wie möglich. Die meisten Zutaten sind auch bio-zertifiziert.
Im Folgenden die Berlin-Brandenburg-Version von Ulrich Kraus.
V = vegetarisch (kein Fisch / Fleisch)
VV = vegan (rein pflanzliche Zutaten)

01. Matjes Maki
 Matjes-Hering-Tartar mit dünnen Apfelscheiben, Frühlingszwiebeln und Meerrettich
02. Zander Nigiri
 Roher Zander mit Zitrone, Rapsöl und Maldon Meeressalz
03. Aal Maki
 Geräucherter Aal, in Soja-Sauce mariniert, mit Honig und Kürbiskernöl
04. Forellen-Nigiri
 Haus-geräucherte Forelle mit Dashi, brauner Butter, Meerrettich und Zitrone
05. Beef Tartar Gunkan Maki
 Rindertartar mit Kapern, Anchovies, Frühlingszwiebeln, Senf und weiteren Zutaten
06. Speck Maki
 Ausgelassener Speck mit gebratenen Zwiebeln, Majoran, Honig, Soja-Sauce.
07. Reh Nigiri
Rosa Gegartes Reh mit Preiselbeeren, Mirin, Meerrettich
08. Kohlrabi Maki (V)
Dünne Kohlrabi-Scheiben, mariniert mit Kombu, Dashi, Rapsöl und mehr
09. Roote Beete Maki (VV)
Rote Beete mit Kürbiskernöl, Soja-Sauce, Balsamico, Honig
10. Gurken Maki (V)
Dünne in Salz marnierte Gurkenscheiben mit Dashi, Reisessig, Chili und grünem Koriander
11. Karotten Gunkan Maki (V)
Kartotten-creme mit Creme Fraiche, Safran, Ingwer, Limette, Honig
12. Tomaten Nigiri (VV)
Tomatenfilets in Maldon Meeralz mariniert, Pfeffer, Olivenöl, Soja-Sauce und Ruccolapesto

Andere Sushi-Kreationen werden manchmal angeboten. Die Zusammensetzung können sich aufgrund des Angebotes der Zutaten ändern. Frische, Regionalität und Seasonalität können Variationen des Menus inspirieren. Bitte immer die Sushi-Chefs fragen. Abhängig von deren Stimmung, sind auch Wunsch-Kreationen möglich.

GASTHAUS „ZUM DEUTSCHEN ECK“

Ein Projekt von Pfelder

30 / 04 / 11

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Mitten in Berlin baut der Künstler Pfelder das Gasthaus „Zum Deutschen Eck“. Eine Gaststätte mit rustikaler Fachwerkfassade, Stammtisch, Store-Gardinen und deutschem Bier. Doch aus der Gasthausküche riecht man Düfte aus aller Welt. Der ehemalige deutsche Wirt ist verschwunden. Dafür haben in Berlin lebende Künstler mit „Migrationshintergrund“ die Küche und somit die Menügestaltung übernommen.

Ausgangspunkt für Pfelders Installation war eine Annonce mit folgender Objektbeschreibung im Internet:

„Gaststätte „Zum deutschen Eck“ – gut eingeführt, rustikal – modern komplett eingerichtet (auch Thai – Karaoke-Nutzung möglich) mit Sparklubfrequentation und guter Möglichkeit zum Dartspielen. Die Gesamtfläche beläuft sich auf insgesamt 110 qm. Es sind ca. 40 Sitzplätze an Tischen und ca. 20 Plätze an der interessant geschnittenen Theke mit Barhockern vorhanden. Dazu ein Bier- und ein Vorratskeller. Die Gaststätte ist brauerei- und automatenfrei. Die Übergabe erfolgt frisch renoviert, mit komplettem Inventar und in technisch einwandfreiem Zustand.“

Diese bieder-deutsche Gaststätte hat Pfelder als raumfüllende Installation in der Galerie Zagreus nachgebaut. Pünktlich zum Gallery weekend am 30. April 2011 wird sie in der Brunnenstrasse 9a im zweiten Hinterhof in Berlin-Mitte eröffnet.

Pfelder hat seine internationalen Berliner Künstlerkollegen eingeladen, für das Projekt persönliche Lieblingsspeisen aus ihrem jeweiligen „Migrationshintergrund“ zusammenzustellen. Die Besucher im Gasthaus „Zum Deutschen Eck“ erwartet das Feinste und Beste aus der internationalen Küche von Spanien bis Kroatien, von Norwegen bis Italien und von Kolumbien bis Japan, zusammengestellt zu exklusiven Vier-Gang-Menüs. Plätze müssen reserviert werden. Auf besonderen Wunsch kann auch der Stammtisch belegt werden.

Pfelder reagiert mit seinem Projekt Gasthaus „Zum Deutschen Eck“ auf die in Deutschland immer noch anhaltende Migrationsdebatte und zeigt auf seine hintergründig-ironische Art, dass Migration erstens positiv und zweitens längst aufs angenehmste in Deutschland angekommen ist.

Seien Sie willkommen zum Erlebnis internationaler kulinarischer Höhepunkte im Ambiente des Gasthauses „Zum Deutschen Eck“!

Dart-Spielen und Karaoke-Singen ausdrücklich erlaubt.

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Pfelder bedankt sich herzlich bei seinen Künstlerkolleginnen und -kollegen, die alle, wie er selbst auch, based in Berlin sind und herrliche Rezepte aus aller Welt beigesteuert haben.

Die internationalen aber based in berlin Künstler, die Lieblings-Rezepte aus ihrem Migrationshintergrund beigesteuert haben: Heather Allen, England – Daniel Khafif, Syrien – Dogan Dogan, Türkei – Pierre Granoux, Frankreich – Margareta Kern, Kroatien – Salah Saouli, Libanon – Maria Linares, Kolumbien – Øyvind Renberg, Norwegen – Thomas Henriksson, Schweden – Lise Harlev, Dänemark – Antonio Catelani, Italien – Simone Zaugg, Schweiz – Jannis Chavakis, Griechenland – Rosa Mesa, Spanien – Monika Csoepi, Ungarn – Hiroko Tanahashi, Japan – Nika Bakhia, Georgien

www.pfelder.de

LEBEN IN DER SMARTBOX

Performance & Installation inkl. fünf Glücksspeisen

17 / 02 / 11 bis 26 / 03 / 11

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Eine Performance über Erlebinspartys, formbare Selbstbestimmung, echte Verstellung, praktische Dessous, köstliche Plastikartikel und einen hauchzarten Eintopf. Eine Installation über unentfremdete Authentizität ohne Funktionalität, Leben jenseits aller gesellschaftlicher Zwänge, privates Glücksrefugium – immer ehrlich und überzeugend. Wie kann es sein, dass dieses Unternehmen mit seinen industriell gefertigten Plastikschüsseln Erlebnisse und Gefühle produziert, die mich glücklich machen? Ist das jetzt hier alles smart?

Die beiden Schauspielerinnen Agnes Burger und Sarina Schnizer versuchen sich einzufühlen in das persönliche Glück der Engländerin Ethel Granger (1905-1982) und der Amerikanerin Cathie Jung (*1937). Denn beide, unterstützt durch das tägliche und nächtliche Tragen von Korsetts, haben es zu einem sagenhaften Guinness-Weltrekord von einem Taillenumfang von 33 cm bzw. 38 cm gebracht. Das ist zwar zugegebenermaßen ein recht beschwerliches Ziel, als Lohn winkt jedoch ein außergewöhnliches Selbst.

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Doch so einfach ist das nicht, sich zu entfremden, die eigenen Ansprüche zu ignorieren und sich zu identifizieren. Aber da gibt es ja noch die fabelhafte Gefühls- und Geschäftswelt der Erlebnispartys für den Direktvertrieb von Küchen- und Haushaltsartikeln, Dessous und anderen reizvollen Produkten. Sie stärken das Selbstbewusstsein und machen glücklich. Schließlich ist alles nur eine Frage der richtigen Organisation und der richtigen Verpackung. Beides zu erlangen, die Frage überhaupt, was richtig, was falsch ist, erfordert harte Arbeit von den Frauen.

Gekämpft wird schließlich um die glaubwürdigste Identität, die beeindruckendste Performance und die erfolgreichste Marketingstrategie. Und bei all dem darf natürlich auch das mütterliche Prinzip nicht außer Acht gelassen werden: Agnes Burger und Sarina Schnizer kochen Eintopf für ihre Gäste. Essen aus der Smartschüssel. Eintopf für alle!

LEBEN IN DER SMARTBOX ist eine Recherche zur kulturanthropologischen Konstitution Mensch, seiner Identität als formbares Kunst(stoff)produkt und eine szenische Montage über echte Verstellung jenseits von Ökonomisierung, Warenstatus und Erfolgsfaktor. In der Synthese von Performance, Installation und Kochkunst reflektiert LEBEN IN DER SMARTBOX mit Witz und Ironie über die Möglichkeit von Individualität, Selbstbestimmung und Glück in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft, was zu der Frage nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Mensch und Plastikware führt und mit welchen Mitteln sich beides am lukrativsten vermarkten lässt. Plastik für alle!

Mit: Agnes Burger, Sarina Schnizer
Konzept, Regie & Textmontage: Johanna Hasse
Rauminstallation & Kostüme: Friederike Baer
Video: Anja Mayer
Dramaturgie: Thomas Schick
Regieassistenz: Franziska Oehme
Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Kerstin Böttcher

In Kooperation mit Zagreus Projekt Kochkunst-Galerie Berlin | Gefördert von der Allianz Kulturnetz und der Stiftung Fraueninitiative | Mit Unterstützung von Förderband Kulturinitiative Berlin und Theaterhaus Mitte | Medienpartner: zitty Berlin und MotorFM 100,6

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Das Menü zur Installation:
ERANOS – BANKETT
Fein abgeschmeckt ins Paradies

Fein abgeschmeckt ins Paradies
Eine Speisenfolge aus der Sizilianischen Küche

Vorspeisenplatte

– Insalata verde cogli agrumi: Gemischter Salat mit frischen Zitrusfrüchten
– Paste con le Sarde: Spaghettini mit Sardinen, Fenchel, Rosinen und Pinienkernen
– Polpeti con Ragû: Fleischbällchen in Tomaten-Auberginen Sauce und Kapern

Zwischengang

– Couscous di Pisei al Siciliano: Couscous mit Meerfisch, Calmar, Muscheln und Mandeln

Hauptgang

– Coniglio con Agrodolce: Süss-saures Kaninchen in einer Sauce aus Tomaten, Mandeln, Kapern und Oliven
– Canellini al Diavolo: Scharfe weisse Bohnen mit Prosciutto, Mangold, Tomaten und Chili

Desert

– Crostata di limone: Zitronentorte
– Mandeleis

ZUM (B)RUN(N)ENWIRT

Installation und Text von Bruno Nagel

11 / 09 / 10 bis 13 / 11 / 10

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GEHE DURCH ALLES HINDURCH BIS ALLES DURCH DICH HINDURCHGEHT.

Geht man zum Brunnenwirt geht man auch zum Runenwirt B. N.
Der Künstler und Kellner Bruno Nagel zu Gast beim Künstler und Koch Ulrich Kraus im Zagreus Projekt.
Mit dabei DER KLARE KARL das Obstbrandlabel von Bruno Nagel.

Brunnenstraße – Brunnenwirt – Runenwirt – Ritualbad – Zagreus – Dionyseus – Villa De Misteri. Mit all diesen Komponenten sind wir in die jetzige Ausstellung gegangen und haben versucht die einzelnen Fragmente zu einem Ganzen zusammenzufügen. Im Entstehungsprozeß der Installation entwickelte sich der Dialog zwischen Koch und Künstler hin zum Einweihungssaal der VILLA DE MISTERI in Pompeji.

In diesem Saal erinnern die einzigartig gut erhaltenen Fresken mit den Stationen an einen antiken Mysterienkult für Frauen. Auf dem Hintergrund orphischer Riten durchlebte die Initiandin in diesem sakralen Raum ein rituelles Drama, aus dem sie als eine veränderte Persönlichkeit hervorging. Mit seinen Textsubjekten wird Bruno Nagel diesen Mysterien folgen und sie in seine Sprache übertragen.

IM GEISTE NUN BIN ICH ERWACHT HAB PFLANZE TIER UND MENSCH ENTFACHT BIN FRAU BIN MANN BIN RAUM BIN ZEIT BIN AUGENBLICK UND EWIGKEIT.

Das Zagreus Projekt, das in einem jüdischen Ritualbad, genannt Mikwe untergebracht ist und durch seinen Namen den dionysischen Elementen Nahe steht, wird für die jetzige Ausstellung mit den Farben der Fresken ausgestattet und das Menü mit dem Titel DIONYSISCHER AKKORD wird Ulrich Kraus in Unterweltmanier kochen und Bruno Nagel wird tafelgerecht servieren.

ZUMBRUNNENWIRT-Kopie

http://zumbrunnenwirt.blogspot.de/
http://www.brunonagel.de
http://www.sprachbehausung.blogspot.com
http://www.brunonagel.spreadshirt.de
http://www.youtube.com/user/sprachbehausung

MENÜ

MEZE: Griechische Vorspeisen
Gelbes Erbsenpüree mit roten Zwiebeln und Lauch
Überbackene Auberginen mit Tomate und Salat
Eingelegte Sardinen mit Rosinen
Tzaziki

OKTOPUS mit Kartoffeln in der Salzkruste, Gemüsepüree und Kapernvinaigrette

ORAL VOKAL ein Löffelgericht

STIFFADO VOM LAMM mit Wein und Zimt

Pfirsich aus dem Weissweinsud, Datteleis und Holunderzabaglione

Der Klare Karl

FELD

Fotoinstallation von Ulrich Krauss

27 / 03 / 10 bis 22 / 05 / 10

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Anlässlich des Symposiums Champs Magnétique im Gärten der Sinne in Gehren / Niederlausitz wurden im Zeitraum von zwei Wochen nacheinander fünf Tiere bis auf die Knochen ausgekocht.Eine 10 mal 10 Meter abgesteckte Fläche inmitten eines grossen Feldes war der Ort der Aktion. Das Zentrum bilden die Feuerstelle mit dem Topf, ein geschlossener hermetischer Raum inmitten der Erdstrukturen, Ort der Transformation. Es lagen Kadaver auf dem Feld bevor und nachdem sie im Topf waren und zu Gerippen wurden. Kochen ist durch Energiezugabe ein Zerfallsprozess in beschleunigter und regulierbarer Form. Das Bild schildert die Verwandlung der Erscheinungsformen in Zerfallsprozessen. Es ist aber auch eine Naturbeobachtung, in der die Erde, der Boden, die Strukturen der Gräser und Pflanzen die eigentliche Hauptrolle spielen.

Im Moment der Unterbrechung der Bewegung ( Arbeit, Prozess ), kann der Zustand der Fläche als Skulptur verstanden werden.Alle Prozesse wurden mit der Kamera festgehalten, um später im Bild zu einer Collage aus verschiedenen Zuständen, Tagen, Vorgängen und Situationen kombiniert zu werden. Der Versuch einer Rekonstruktion aller Aktivitäten auf dem Feld entspricht einem archäologischen Aneinanderreihen von Fragmenten, so dass vergangene Prozesse wieder sichtbar und nachvollziehbar werden. Alle Gegenstände werden aus mehreren Fotos zusammengesetzt und erhalten so ihre Form. Der Schnitt als beherrschendes Stilmittel entspricht der Sicht auf Vergangenes.Die natürlichen Zersetzungsprozesse der Rückstände sind isoliert in Plastikgefässen dargestellt .Plastik als beliebig form – und gestaltbares Material, das nicht verwest oder verrottet, steht im Gegensatz zum Alterungsprozess der Natur und der zyklischen Erneuerung. Sonne und Regen, Insekten und wilde Tiere beeinflussen die Vorgänge in den Gefässen. Jedes Gefäss ist so ein Biotop mit individuellen Bedingungen, das die Transformation von der tierischen Substanz zu Humus und neuem Bewuchs durchmacht.

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MENÜ

Kräuter, Gräser und Salate, dazu weisser Spargel mit Kartoffel-Ei-Gelée und grüner Spargel in Kürbiskernöl gebraten und Parmesan

Maibock:
Keule, Rücken, Schulter, gekocht, geschmort und gebacken, Pfefferjus,, Chutney von roten Zwiebeln und getrockneter Aprilkose, Püree von violetten Kartoffeln

Karamellisierter Apfel und Rhabarber mit Holunderzabaglione, Walnüssen und Datteln

DIE DURCHREISER

ein Mann und sein Kollege sind nicht von hier

Installation von Tim Goroll und Niclas Dietrich

07 / 02 / 10 bis 21 / 03 / 10

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Am 24. 04. 2009 starteten die weltbekannten Kunstköche Niclas Dietrich und Tim Goroll ihre Kleinkrafträder Marke Simson und verließen Berlin in Richtung Spanien zu einer kulinarischen Entdeckungsreise. Inspiriert von den Erlebnissen unterwegs kreierten Sie an jedem Tag dieser Tour einen Gang für das finale Menü, welches am 09. 05. 2009 in Barcelona zubereitet und offeriert wurde.

Mittlerweile haben sie diese Erfahrungen verarbeitet und die Ergebnisse in Form von Text, Bild und Objekt zu einer Ausstellung zusammengestellt. Wer wissen möchte, wie es zwischen Berlin und Barcelona schmeckt und welche Abenteuer durchlebt wurden, sollte sich einen Platz an der Tafel sichern, wenn die Durchreiser folgendes Menü mit Gerichten aus Deutschland, Frankreich und Spanien auftischen:

25/04/09 Zörbig / Deutschland
Überrübenschwein mit frisiertem Spargel

26/04/09 Arnstadt / Deutschland
Beschwipster Hängersalat

27/04/09 Suhl / Deutschland
Gemisch 1:50

28/04/09 Baden Baden / Deutschland
Kartoffelsuppe mit Schwarzwälder Biss

29/04/09 Ensisheim / Frankreich
Geflügelterrine zusammengestellt mit Art von Domaine du Moulin

30/04/09 Besancon / Frankreich
Kalbsbries im Frühling

01/05/09 Villars les Dombes / Frankreich
Fischquiche vom Teich

02/05/09 Aubenas / Frankreich
Kett-Wurst

03/05/09 Saint Privat des Vieux / Frankreich
Grün & Braun mit Schaum

04/05/09 Port- La Nouvelle
Hommage á Rawfood

05/05/09 Cadaques / Spanien
Durchreiserkaffee

06/05/09 Barcelona / Spanien
Discount Fantasie

LANGHAUS

„das eingegrenzte Grün mitten im abgeholzten Regenwald“

Installation von Yudi Noor und Bhoman Jamhari

27 / 11 / 09 bis 30 / 01 / 10

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Das Langhaus ist eine traditionelle Lebensweise im Urwald vieler indigener Völker auf der ganzen Welt.
Es ist eine urdemokratische Lebensweise mehrerer Familien unter einem Dach, es ist die Kommune 1 mit klaren Gesetzten und Aufgabenteilungen. Alle Aspekte des sozialen Lebens sind vertreten, wie Arbeiten, Kochen, Essen, Diskutieren und Religion.

Die indonesischen Künstler Yudi Noor und Bhoman Jamhari gestalten im Zagreus Projekt mit verschiedensten Hölzern aus dem Regenwald einen solchen ursprünglichen sozialen Raum mit dem Tisch als Zentrum. Alte indonesische Möbel und Architekturelemente sind Bestandteile dieser Installation, die mit Neonlicht und Farbe zu einem neuen Gefüge zusammen gesetzt sind.

Sie bestehen aus wertvollen Hölzern, die im Zuge der Vernichtung des Regenwaldes heute oft nur noch zu Papier verarbeitet werden. In diesem Haus servieren wir eine üppige indonesische Reistafel mit traditionellen Rezepten, die aber mit modernen Techniken im crossover zubereitet sind.

 

INDONESISCHE REISTAFEL
Traditionelle Rezepte aus der Indonesischen Küche
Im crossover mit modernen Techniken

Duftreis im Reiskocher

2 Chilisaucen mit und ohne Kenurinüsse

Es folgen nacheinander:

Gemüsecurry Lohdeh mit Ingwer, Kokosmilch und Kurkuma

Gebratener Loup de Mer mit Limonenblätter und Tamarinde

Ente im Ganzen mit Reis und Süsskartoffel gefüllt, mit Gewürzpaste im Bananenblatt gebacken

Geschmorter Kürbis mit Kreuzkümmel und Zimt

Geschmorte Wildschweinkeule (Rezept aus Sumatra) mit Arrak, Limonenblätter,Zitronengras und Chili

Gedünsteter Rotkohl mit Kaffirlimone und Tamarinde

Mangomousse mit marinierter Ananas und Kokossauce

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WIR MÜSSEN REDEN

Ausstellungsprojekt zu Glück und Gegenglück

Audioinstallation mit Texten eines fiktiven Borderline Patienten von Karl Heinz Jeron

18 / 9 / 09 bis 13 / 11 / 09

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Der Neurotransmitter Serotonin ist der biochemische Schlüssel zum Glück. Er ist der laufend alles durchdringende Stimmungsaufheller. Es vertreibt die Angst, Kummer und Sorgen, Pessimismus, dauerndes Wiederkäuen und Grübeln. Dadurch macht es uns von vornherein durch und durch unbekümmerter, gelassener, ausgeglichener, zufriedener und gesättigter.

Serotonin ist lebensnotwendig. Es gibt uns das Gefühl der Gelassenheit, Ausgeglichenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit. Unter anderem ist es dadurch auch an unserem Appetit und Essverhalten, dem Gefühl der Sattheit und Angstfreiheit beteiligt. Ein ausreichend hoher Serotoninspiegel in den Synapsen übertrrägt gleichsam die Botschaft, dass wir satt, gelassen, innerlich ausgeglichen, ruhig und zufrieden sind. Dabei dämpft es eine ganze Reihe unterschiedlicher GefühlszustaÅNnde wie Aggressivität, Hunger, Angstgefühle, Kummer und Sorgen, Niedergeschlagenheit und Depressionen. Deshalb wurde Serotoninauch einmal von einem Neurobiologen als ‘der uns zivilisierende Botenstoff’ und von andern als der ‘feelgood’-, ‘Well-Being’- oder ‘Wohlbefindens’-Botenstoff bezeichnet, weil wir dank ihm ruhig und gelassenan uns und der Welt teilhaben können. In erster Linie dämpft Serotonin die Angst. Ein Mangel an Serotonin wurde deshalb bei so unterschiedlichen mentalen Störungen wie behindernder Schüchternheit, Sozialphobie, allen Angststörungen, ‘leichter’, mittelschwerer und schwerer Depression, Migräne, zwanghafter Wiederholungsstörung, Aggressivität, häufig wiederkehrenden schwarzen Gedanken über den eigenen Tod, wiederholten Selbstmordversuchen (Courtet, 2004) und Selbstmorden nachgewiesen.

Das Projekt beschreibt Situationen in denen der Simmungsaufheller Serotonin nicht greift. Das mehrmonatige Studium von verschiedenen Borderline Foren bildet die Grundlage für ein fiktives Tagebuch. Mit Hilfe einer Spracherzeugungssoftware wurden daraus Audiodateien erzeugt.

Die Texte handeln von dem Versuch reale Situationen, reales Erleben von subjektivem Unglück zu beschreiben. Es geht darum mögliche Gedanken, Wahrnehmungen und Empfindungen zu fixieren. Die Google Image Suchmaschine wurde zum Thema befragt und aus den gefundenen Bilder Videos erzeugt, die auf kleinen 2“ Displays gezeigt werden. Google wird verwendet, da Repräsentation von Persönlichkeit in immer stärkeren Maße eine Repräsentation im Internet zu bedeuten scheint.

http://jeron.org/

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ein beglückendes Menü in 4 Gängen

hausgeräucherte Calamaretti und Zucchini
mit Mousse von Butterkürbis und
und Tomaten – Vanillevinaigrette

Gefüllte Perlhuhnbrust mit Oliven und Rosmarin
karamellisierte Quitten und Rieslingjus

Pochierter Rinderfilet aus dem Gewürzsud
mit Petersiliensaft, Hollandaise mit geröstetem Paprika,
und Kartoffelbrandate mit Hagebuttenmark

Trestereis mit Vanillesahne und Traubensalat mit Walnusskrokant

DER FLIEFENHIRTE

Installation und Performance von Lotta Weigl

07 / 08 / 09 bis 13 / 09 / 09

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Der natürliche Aufenthaltsort der Künstlerin Lotta Weigl ist ein Ort zwischen den Welten. In vielerlei Hinsicht tanzt sie in völliger Selbstverständlichkeit über die Grenzen, die wir zu unserer eigenen Versicherung durch die Welt gezogen haben. Lotta Weigl folgt mit ihrer Arbeit den Spuren der Fliegen in die Welt zwischen Tod und Leben. Fliegen sind die Boten der Unterwelt. Sie begleiten den Menschen über ihr Leben hinaus, in ihrer Welt nährt (das) Tote(s) das Leben.

Das Bewusstsein unseres eigenen Seins nährt sich vom Wissen der Möglichkeit des Nichtseins.
Es gibt seltene Momente in denen wir den Ruf der Sorge vernehmen, der uns an die Möglichkeit des Nicht-Seins erinnert.
Das sind die Momente in denen wir unserer Selbst und unseres Lebens bewusst werden.
Aber in einer Welt vieler kleiner Sorgen und Besorgungen ist es oftmals zu laut um den Ruf der Sorge zu vernehmen. Wir wischen sie weg wie eine lästige Fliege. Je weniger wir bei uns selbst sind, desto mehr verdrängen wir den Gedanken an den Tod. Wir verdammen den Tod in die Unterwelt und vertreiben ihn hinter den Styx. Von Zeit zu Zeit dringt von dort eine diffuse Angst in unser Leben. Der sich selbst bewusst werdende Mensch aber ist ein Grenzgänger zwischen den Ober- und Unterwelten.

Lotta Weigls arbeiten reissen Löcher in die Wände der Verdrängung, und machen sichtbar, dass hinter der Wand der Verdrängung nicht das Grauen sondern (das) Leben liegt, mit dem es sich zu versöhnen gilt.

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Freunde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“

Der erste Schritt sich zu versöhnen ist gemeinsam zu speisen. Nehmen sie Platz zwischen Styx und Spree, der Fliegenhirte läd sie an die Tafel, keine Angst.

http://www.lottaweigl.de/

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MENÜ ZWISCHEN STYX UND SPREE

Schwarzer Risotto mit blattgold

Grosse Platte „Memento Mori“

Kräutersalat, Löwenzahn, Rucola und Blüten,
Dressing mit gebratenem Speck und pochiertem Ei,
Rücken, Keule und Leber vom Kaninchen,
schwarze Berglinsen, marinierte Pilze, Tomatenherzen,
Preiselbeeren und rote Kartoffeln

Zitronenparfait mit Orangenbisquit und Sahne mit Prangenlikör

THIS IS A WORK OF ART

Installation und Performance von PSJM

29 / 05 / 09 bis 24 / 07 / 09

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Zur Installation THIS IS A WORK OF ART des spanischen Künstlerduos PSJM
servieren wir das Menü 4 REFLEXIONEN ZUR KOCHKUNST, das unterschiedliche
Kochstile und gastronomische Ansätze zusammenbringt. Wir fragen: was ist Kunst?
und im Speziellen: was ist Koch-Kunst?

Dekonstruierte Tortilla de Patata im Glas

Duo von Loup de Mer und Seeteufel auf zweierlei Art mit
Gelee aus getrockneten Tomaten, geschmolzene Tomaten
mit Pinienhonig, violettem Karoffelpapier und Zucchini-Wasabi Salat

Gemischtes Gulasch mit Bauernbrot

Fruchtkugeln mit freiem Himmel

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http://www.psjm.es

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