InWändig

Installation mit Keramik und Malerei
Von Bärbel Rothhaar und Stefan Engel

12 / 06 / 25 bis 01 / 08 / 25

Unter dem Titel InWändig widmen sich der Bildhauer Stefan Engel und die Malerin Bärbel Rothhaar den schützenden und gelegentlich visionären Architekturen und Hüllen, mit denen Menschen sich umgeben. Urbehausungen, improvisierte Unterkünfte und Lost Places sind Abdrücke von Lebenssituationen im Raum. Speziell für diese Ausstellung haben Stefan Engel und Bärbel Rothhaar zudem ein 20-teiliges skulpturales Geschirr hergestellt, das nun performativ bekocht wird.

InWändig. Installation mit Keramik und Malerei von Bärbel Rothhaar und Stefan Engel in der Zagreus Koch Kunst Galerie

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit einem Text von Steffen Egle, Direktor der Pfalzgalerie Kaiserslautern.
Der Katalog wurde gefördert von der Stadt Kaiserslautern und der Bernhard Vogel-Stiftung, Kulturstiftung.

www.baerbel-rothhaar.com
www.engelstefan.de

InWändig. Installation mit Keramik und Malerei von Bärbel Rothhaar und Stefan Engel in der Zagreus Koch Kunst Galerie

Zur Ausstellung InWändig servieren wir das Menü

CLOCHE – Schutz und Geheimnis

Das Essen wird serviert auf keramischem Geschirr, das vom Künstlerduo gemeinsam entwickelt wurde, aus rechteckigen Tellern und Cloches besteht und die Grenze zwischen Gebrauchskeramik und keramischer Plastik verwischt. Die Cloche, (frz. cloche = Glocke, Essenshaube) schützt das warme Essen und entzieht es zugleich dem Blick.

Zum Apéritif:
Casa Gheller Rosé, Spumante, Venezien

Versteckte Schätze
Champignon, Tomate, Zucchini, Karotte
2023 Weißburgunder „Handwerk“ Sven Leiner, Pfalz

Tripes á la Mode de Caen
oder Vichyssoise (Kartoffel-Lauch Suppe)
2024 Côte du Rhône blanc AOC, Domaine Roche-Audran

Geflügelpastete mit getrockneten Aprikosen und Pistazien,
Salat, Johannisbeer-Dip, Dubbes
2021 „Orcio Più“ Granaccia, Daniele Parma, Ligurien

Ricotta Maultaschen mit Rosinen und Marsala,
Honigsauce und Honigparfait
2021 Mandelbaum Riesling Auslese, Weingut Steitz, Pfalz

InWändig. Installation mit Keramik und Malerei von Bärbel Rothhaar und Stefan Engel in der Zagreus Koch Kunst Galerie

RECONNAISSANCE DER LIPPENBLÜTLER

RECONNAISSANCE DER LIPPENBLÜTLER. Malerei und Installation von Eva Schwab in der Zagreus Koch Kunst Galerie.

Malerei und Installation von Eva Schwab

11 / 04 / 26 bis 07 / 06 / 26

Die Ausstellung „Reconnaissance der Lippenblütler“ untersucht die Wiedererkennbarkeit der Lippe als Zeichen von Herkunft, Macht und Schönheit. Von der „Habsburger Lippe“ als höfischem Merkmal führt die Spur in die Gegenwart – zum invasiven Lippen-Booster, zur digitalen Vereinheitlichung von Gesichtern und zur Sehnsucht nach Individualität in einer Welt standardisierter Schönheit. Wie bei den Blüten der Lippenblütler, deren markante Unterlippe Insekten als Landebahn dient, entfaltet sich ein Spiel von Verführung, Mimikry und Funktion.

Zwischen Genetik und Inszenierung, Porträt und Selfie-Kultur entsteht ein Raum der Wiedererkennung, in dem Familienähnlichkeit, digitale Gesichtserkennung und Selbstinszenierung ineinandergreifen: zwischen Rudolf und Rosmarin, Karl und Salbei, Margarethe und Melisse.

Leopold. RECONNAISSANCE DER LIPPENBLÜTLER. Malerei und Installation von Eva Schwab in der Zagreus Koch Kunst Galerie.
Leopold, Enkaustik, Tusche, Öl auf Nessel

Eva Schwabs Installation vereint Wandtucharbeiten, Keramiken, und Enkaustikmalerei zu einer multisensorischen, interaktiven Performance. Das Menü „Gelockte Knödel“ von Ulrich Krauss ergänzt die sinnliche Erfahrung: eine kulinarische Allegorie, die habsburgische Rezepte mit Lippenblütler-Aromen verbindet, eine multisensorisch Erkundung der Lippe zwischen Kunst, Küche und Kultur.

Studio Eva Schwab

RECONNAISSANCE DER LIPPENBLÜTLER. Malerei und Installation von Eva Schwab in der Zagreus Koch Kunst Galerie.
 

Zur Ausstellung servieren wir das Menü

 

LOCKIGE KNÖDEL
und die kaiserliche Küche der Habsburger

Basilikum – Thymian – Rosmarin – Oregano – Salbei – Minze – Lavendel – Majoran

Rindssuppe und Frittaten mit Lippenblütler
Vegetarisch: Gemüseconsommée mit Frittaten
2023 Domaine Arsac Viognier Les Amandiers

Gedämpfte Lachsforelle mit rosa Spargel und Lavendelsauce
Vegetarisch: Rote Bete mit Walnussöl, rosa Spargel und Lavendelsauce
2021 „Ninte de Ninte“ Bianchetta Genovese, Ligurien, biodynamisch

Perlhuhn nach Art von Halbthurn
mit Safran, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt
Knödelfüllung mit Lippenblütler und Pommes Duchesse
Vegetarisch: Blanc Manger mit gebackenem Sellerie und Mandelsauce
2020 Rasteau, Domaine de Verquière, Rhône

Erdbeer-Champagner-Suppe
mit Ananas und Vanilleparfait

 

Zone

Ralf Tekaat - Denkmal für den unbekannten Eisberg in der Zagreus Koch Kunst Galerie

„Denkmal für den unbekannten Eisberg“
Installation von Ralf Tekaat

03 / 12 / 25 bis 24 / 01 / 26

Ralf Tekaat ist Zeichner. Sein bevorzugtes Medium ist Bleistift auf Papier. Seine Bleistiftzeichnungen gehen über das Leichte und Flüchtige der meisten Zeichnungen deutlich hinaus. Schicht für Schicht legen sich Schraffuren übereinander und nach und nach entstehen Volumen und formen sich Objekte oder Felsen.

Seit mehreren Jahren liegt der Schwerpunkt auf organischen Konstellationen und Strukturen. Über großformatige „Massive“ kam er zu Gletschern, Eis und Eisberge. Zentral dabei ist die Zeichnungsserie „Denkmal für den unbekannten Eisberg“ (seit 2015). Diese Eisberge entstehen ohne bildnerische Vorlage nur aus dem zeichnerischen Prozess. Aus Schraffuren, Überlagerungen und Abrieben entstehen Volumen, die vielleicht als Eisberg denkbar wären. Die Eisberge lösen sich in abstrakte weiße Negativformen auf oder sind nur noch als Nachbild unter der sie verschluckenden schwarzen Schraffur erkennbar.

Sein Interesse an Eis und Eisbergen führte ihn 2017 zu einem Arbeitsaufenthalt nach Spitzbergen.

Ralf Tekaat - Denkmal für den unbekannten Eisberg in der Zagreus Koch Kunst Galerie

www.ralftekaat.de

Tekaat studierte Bildende Kunst an der Hochschule für Kunst Bremen bei Wolfgang Schmitz und Paco Knöller. Nach seinem Abschluss 2002 nahm er an der Meisterklasse von Paco Knöller teil. Seit 2005 hatte er verschiedene Lehraufträge an der Hochschule für Kunst Bremen inne. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter 2003 der Bremer Förderpreis für Bildende Kunst, dem Jahresstipendium der Stiftung Kunstfonds 2006, dem Jahresstipendium des Landes Niedersachsen 2008 und 2022 mit dem Heitland Honeur. Zudem absolvierte er verschiedene Künstlerresidenzen in Oslo, New York und Spitzbergen.

Ralf Tekaat - Denkmal für den unbekannten Eisberg in der Zagreus Koch Kunst Galerie

 

Zur Ausstellung ZONE servieren wir das Menü

NORDISCH NOIR

„Eisberg“
Eisbergsalat, Chicorée und Endiviensalat mit Kartoffelschnee und Dressing mit Joghurt und Verjus
Eingelegte Pilze und rote Zwiebeln mit Miso, Sojasauce und Balsamico

2024 Côte du Rhône blanc AOC, Domaine Roche Audran

Konfierter Kabeljau mit Kombu-Algen, Muschelsud und Ingwer

2018 Grauburgunder-S, Hubert Lay, Kaiserstuhl

Rehkeule mit Steinpilzen, Johannisbeersauce mit Crème Double,
Pastinakenpüree und Granberries mit Orange

2022 Domaine Arsac, les Aoutres, Syrah, Ardèche

Eis, Meringue, Sahne und Schokolade

INGREDIENTI

INGREDIENTI- Eingelegte Rezepte in Öl - Installation und Objekte von Anja Schindler in der zagreus Koch Kunst Galerie

Installation und Objekte von Anja Schindler

22 / 10 / 25 bis 29 / 11 / 25

INGREDIENTI Installation und Objekte von Anja Schindler in der zagreus Koch Kunst Galerie

Ein Kochrezept ist mehr als eine Anleitung zur Zubereitung eines Gerichts. Es ist ein Gefäß – für Geschichte, für Alltag, für Weitergabe. Mit ihrer Ausstellung INGREDIENTI begibt sich die Künstlerin Anja Schindler auf eine künstlerische Spurensuche nach alten Kochrezepten – als kulturelle Artefakte, als überlieferte Erinnerungen, als Zeichen sozialer wie kulinarischer Entwicklung.

Sammeln und Konservieren – diese beiden Begriffe durchziehen Schindlers Werk wie ein roter Faden. In INGREDIENTI richtet sie den Blick auf traditionelle Rezepte, Zutatenlisten und Konservierungstechniken – und hinterfragt, wie viel Wissen, wie viel Identität, wie viel Gemeinsamkeit in diesen oft handschriftlich festgehaltenen Zeugnissen steckt. Rezepte spiegeln nicht nur die Essgewohnheiten ihrer Zeit wider. Sie erzählen von gesellschaftlichem Wandel, sozialen Hierarchien und familiären Netzwerken.

In Schindlers Arbeiten verbinden sich Textfragmente, Fundstücke und Objekte zu einem poetischen Archiv kulinarischer Erinnerung. Sie konserviert Geschichten wie einst Obst im Glas – als „eingelegte Erinnerungen“. Dabei öffnet sich ein weiterer Raum: Der der interkulturellen Verbindung durch das gemeinsame Essen. Über Generationen und Grenzen hinweg schafft das Teilen von Speisen und Rezepten Nähe, Verständnis und Austausch. Esskultur ist ein Ort der Begegnung – sie verbindet nicht nur Menschen innerhalb einer Familie, sondern auch über nationale und kulturelle Unterschiede hinweg.

INGREDIENTI lädt die Besucher*innen ein, das Rezept als kulturelles Medium neu zu entdecken:
Als Speicher von Wissen.
Als Moment der Gemeinsamkeit.
Als Verbindung zwischen Generationen – und zwischen Kulturen.

www.anja-schindler.com

Zur Ausstellung servieren wir das Menü

Überlieferte Aromen, konserviertes Wissen, kulturelle Erinnerung

Zwiebelkuchen nach Moni Loosen
2015 Riesling Elf & Elf, Matthias Gaul, Pfalz

Tagliatelle mit 3 Saucen
Aloo Gobi Masala (Kartoffel, Blumenkohl) nach Olaf Gelba
Wildschweintopf nach Ludovico Calvanelli
Zitronensauce nach Oliver Westerbarkey
2023 Domaine Arsac Viognier Les Amandiers

Melanzane farcito nach Enzo Coccolino
Schmorkohl nach Annett Renneberg
Karpfen Blau nach Ute Kahmann
2023 Copains IGP Méditerranée, Domaine Roche Audran

Leester Nusstorte nach Mona Köhler Schindler
Königsberger Marzipan nach Matthias Träger
2021 Mandelbaum Riesling Auslese, Weingut Steitz

INGREDIENTI- Eingelegte Rezepte in Öl - Installation und Objekte von Anja Schindler in der zagreus Koch Kunst Galerie

Eingelegte Rezepte in Öl

 

DURCH DIE KÜCHE ZUR KUNST

Installation von Beate Kocjian

12 / 02 / 25 bis 29 / 03 / 25

Immer schon ist Essen und Kochen Beate Kocjians Leidenschaft. Diese Alltäglichkeit ist für sie ein gestalterischer Akt, der im Laufe der Zeit eigenständig wurde. Sie wollte Bilder mit dem Material Essen machen und arbeitet an einer eigenen Bildsprache. Mit Früchten, Knochen und Gräten, mit Blättern, Schalen und mit Gemüse, Wurzeln und Knollen entstehen filigrane und kompakte neue Formationen.

EIN HAUCH F aus gehäuteten Zwiebeln
VEGAN MIT FISCH aus Fischgräten mit Reiskörnern
SÜSSER ALS DER TAG GEDACHT aus ganzen Birnen

Durch die sinnliche Erfahrung mit dem organischen Material gelingt Beate die
schöpferische Umwandlung in das Kunstwerk. Ihre Objekte sind Lebensmittel, bzw. Reste davon, die sie in einem aufwendigen Verfahren getrocknet hat. Durch diesen Prozess verfremden sich die Lebensmittel, teils verändern sie ihr Aussehen bis zur Unkenntlichkeit, sie werden „dicht“. Ihre Objekte wollen in ihrer Dichte und Verdichtung entschlüsselt werden.

Beates Bilder laden den Betrachter ein zum nahen und langen Hinschauen. Verstärkt wird dies, indem Beate ihre „Dichten Objekte“ mit Buchstaben kombiniert. Durch die veränderte Schreibweise erzeugt sie einen weiteren Verfremdungseffekt. Die Titel ihrer Bilder sind oft als ein Bestandteil des Bildes zu verstehen. Ihre Bilder sind leis und voll.

www.b-eat-arte.de

Zur Ausstellung DURCH DIE KÜCHE ZUR KUNST servieren wir das Menü GAUMENFREUDE

Zum Aperitif
Crispy Sage & Anchovy Fritters
nach einer Bar in Melbourne

Dazu Gin Tonic, oder wahlweise Spumante

Vorspeise
Geschmorte Artischocken in Olivenöl, Zitrone und schwarzem Pfeffer
nach Sokrates

Endivien Salat mit Kartoffeldressing,Stangensellerie, Walnüsse und Anchovis
nach Tabea

Karamellisierter Zwiebeldip
nach Michael Schwartz

Crêpe gefüllt mit Blutwurst, Zwiebel und Apfel
Vegetarisch Crêpe mit Sauerkraut, Zwiebel und Apfel
nach Greta

2021 Grauburgunder Auslese trocken SL, Weingut Lay, Kaiserstuhl, demeter

Hauptgang
Ossobuko vom Kalb mit Gremolata
mit Wirsing in Maronensauce und gebackene Kartoffeln

Vegetarisch: Chicorée nach Ossobuco Art
nach Beate Kocijan

2021 „Orcio Più“ Granaccia, Daniele Parma, Ligurien, demeter

Dessert
Birnenkuchen mit Mohnkugel, Quark und Streusel
nach dem Annahof

2021 Mandelbaum Riesling Auslese, Weingut Steitz, Nahe

 

MORGENDÄMMERUNG

Malerei und Installation von Junko Wada

23 / 08 / 24 bis 20 / 10 / 24

Mit Tanzperformance Eos von Junko Wada
Musik von Hans Peter Kuhn

Alles begann damit, dass ich im Februar letzten Jahres das Buch „Der brennende grüne Baum – Vacillation (Unschlüssigkeit)“von Kenzaburo Oe aus dem Bücherregal holte. Es handelt von Ereignissen in seinem Heimatwald. Kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, kam die Nachricht, dass Oe verstorben war und mir kam es so vor, als sei seine Seele vor seinem Tod um die ganze Welt gereist und hat u.a. mich beeinflusst, sein Buch endlich zulesen.

In all seinen Büchern bezieht er sich auf Dantes „Die Göttliche Komödie“ und ich sah mich veranlasst, auch dieses berühmte Buch zu lesen. Dabei fiel mir auf, dass das Buch ohne Kenntnisse der griechischen und römischen Mythologie schwer zu lesen war, so dass ich die Bücher, die ich zu den Mythologien zur Hand hatte, erneut lesen musste. Ich war fasziniert von den einzigartigen Charakteren und Geschichten der Götter und Helden und habe im letzten Jahr viel Zeit in der antiken Welt Europas verbracht.

Als ich im Februar dieses Jahres den Raum für die Ausstellung im Zagreus besichtigte, kam mir die Idee von kleinformatigen Werken, die in Form eines Frieses über die Wände gehen. Es war eine natürliche Entwicklung, entstanden aus den architektonischen Gegebenheiten, aber gleichzeitig wurde ich durch die Beschäftigung mit den antiken Mythologien inspiriert, mich mit Portraits und Geschichten von griechischen und römischen Göttern und Helden zu befassen und sie zum Thema der Bilder zu machen.

Nachdem ich viele dieser kleinen Werke vollendet hatte, wählte ich einen der Götter für die letzte Wand aus und malte ihn großformatig. Ich war überrascht, dass der von mir gewählte Gott Dionysos derselbe Gott ist wie Zagreus.

Zagreus bedeutet „der unterirdische Jäger“ und in seinem Entstehungsmythos wird er von den Titanen zerstückelt, gekocht und gefressen. Danach ist er in der Unterwelt und wird dann als Dionysos wiedergeboren.

www.junkowada.de / instagram: thisisjunkwada

Dazu servieren wir das Menü

GÖTTERSPEISEN
Ein Menü aus der Verbindung von japanischen und griechischen Speisen

Unagi Bento

Geschmorter Aal in Sojasauce, Sake, Mirin und Sesam
Kritaraki mit fermentierter Tomate, Parmesan und Ei
Vegetarisch: anstatt Aal geschmorte Aubergine mit Sojasauce, Sake und Mirin

2017 Rkatsiteli Qvevri Corporation Kindzmarauli, Georgien

Tempura und Tzatziki

Tempura mit Gemüsen, Sesamblätter und Shrimp,
Joghurt mit Gurke und Knoblauch, Wasabicreme mit Orange und Limone

2018 Familie Hugel, Pinot Blanc Classic, Elsass

Prometheus + Dionysos

Pochierter Rinderrücken in Rotwein und Gewürze, Kombu mit Gelee,
Sushireis mit Weinblätter, geschmorte Zwiebel in Honig
Vegetarisch: anstatt Fleisch Rote Bete in Rotwein und Gewürze

2020 Domaine Arsac Messis Ultima, Ardèche

Mastixparfait, Trauben mit Olivenöl und Meersalz, Quittenbrot

2021 Mandelbaum Riesling Auslese, Weingut Steitz, Nahe

GO CHASING RABBITS

GO CHASING RABBITS

Malerei und Installation von Birgit Fechner
und Texte von Christiane Radeke

13 / 06 / 24 bis 18 / 08 / 24

Der Song „White Rabbit“ von Jefferson Airplane von 1967 ist Ausgangspunkt der Ideensammlung für die raumgreifende Installation mit gestisch, abstrahierter Malerei, Textfragmenten und Mixed-Media Collagen aus Papier, Holz und Porzellan. Der Song aus der Flower-Power Ära bezieht sich auf Drogen, vor allem aber ist er eine Hommage an Alice im Wunderland. „Go Chasing Rabbits“ ist eine Liedzeile daraus. Die kleine Alice läuft dem weißen Hasen hinterher, sie weiß eigentlich nicht warum, aber der Wunsch eine Reise ins Unbekannte anzutreten ist stärker als die Angst davor. Der Titel steht für Sehnsucht nach Leben, Buntheit und Schönheit, assoziativ, frei und subjektiv.

www.birgit-fechner.de
„Meine Kunst ist immer eine Art Weg, eine Suche, etwas Prozeßhaftes, ein chasing rabbits.“

Menü Kräftespiel

zum Empfang:

2022 Tre Dame IGT Rosato, Cà de Noci, Emilia Romagna

auf HOLZ

Lauwarmer Kalbskopf mit Kräutern
Blätter, Kräuter, Blüten und Sprossen
Rosa Zwiebeln
Joghurt Dressing
Belugalinsen
Heucreme

Vegetarisch: anstatt Kalbskopf gebackener Sellerie mit Miso und Sesam

2020 Maximum Weisser Burgunder, Weingut Mindnich, Nahe

auf KERAMIK

Geschmorte Ochsenbacken mit Hagebutte und Rotwein
Pasta mit Parmesan und Klöße mit Safran
Blumenkohl mit Tannenspitzenöl
Rote Bete mit Balsamico und Kürbiskernöl
Pilze mit Schalotten

Vegetarisch: Anstatt Ochsenbacken geschmorte Karotten mit Rotwein und Hagebutte

2021 „Orcio Più“ Granaccia , Daniele Parma, Ligurien

auf GLAS

Johannisbeereis
Ahorneis
Birne
Cassis
Holunder
Rosenblüten

2021 Mandelbaum Riesling Auslese, Weingut Steitz, Nahe

UND GIBS HIN

Unfertige Arbeiten von Markus Binner

20 / 10 / 23 bis 26 / 11 / 23

 

 

Markus Binner macht unfertige Arbeiten, die andere fortführen. Oft entwickelt er sie mit anderen zusammen. Häufig gibt es zu essen.

Die Ausstellung bringt unfertige Arbeiten von Markus Binner zusammen. Ob die Arbeiten dabei real, gesprächsweise, imaginär, kooperativ fortgeführt werden ist je nach Arbeit spezifisch. Wie auch die Wahl der Medien: Straßenfeste, Bücher, Ausstellungen, Videos, Buffets, Parties, Essen, Kochen, Rezepte.

Obwohl Markus Binner seit Langem mit diesem Ansatz von Unfertig/Fortführbar arbeitet, ist die Ausstellung „und gibs hin“ (zu finden als letzten Satz von Rezepten in alten Kochbüchern) die erste explizit dazu. Es geht also nicht um unvollständig ausgemalte Bilder oder unbehauene Stellen an Steinen, sondern um Fortsetzbarkeit. Dass dabei dann ganz allgemein die Fortsetzbarkeit von Kunst zum Thema wird ist intendiert.

Serviert wird ein unfertiges Menu begleitet und unterbrochen durch Zwischentitel. Am Beispiel des Großmeisters und Verteidigers des Unfertigen, Michelangelo Buonarotti – knapp 2/3 seiner Skulpturen sind unfertig – essen wir uns entlang einiger guter Gründe für’s nicht Fertigmachen.

 

www.markusbinner.de

 

Zur Ausstellung UND GIBS HIN servieren wir das folgende
UNFERTIGE MENÜ

„Und gibs hin“ ist häufig in alten Kochbüchern als letzter Satz von Rezepten zu finden. Die Ausstellung bringt unfertige Arbeiten von Markus Binner zusammen. Unfertig in dem Sinn, dass sie fortführbar sind. Serviert wird dazu ein unfertiges Menu aus Abendbrot und Fondue.

Abendbrot, Zutaten zum selber schmieren:

Krustenbrot
Forellencreme mit Creme Fraîche
Pesto mit Basilikum und Pinienkernen
Entenlebermousse mit Apfel, Majoran und Cognac
Schafskäse mit getrockneten Tomaten
Entenrillette mit Thymian
Radicchiocreme mit Ricotta
Zitronenbutter
Zwetschgenröster
Preiselbeeren mit Orange
Rouille mit Piment d´Espelettes
Schinkenspeck
Gruyère
Saure Gurken


2. Fondue, Zutaten zum selber kochen:

Gemüsebrühe

Mangold
Wirsing
Chinakohl
Entenleber
Kalbsnieren
Garnelen
Kalbsfilet
Grießklösschen nach Mama
Pfannkuchen mit Lauch
Pilze
Blumenkohlröschen

3. Desert

Schokolade und Früchte

wurzelwerk

Installation von Sabine Hilscher

21 / 04 / 23 bis 11 / 06 / 23

Sabine Hilscher beschäftigt sich in ihrer Arbeit auf unterschiedliche Weise mit Netzwerkstrukturen und Verbindungen mit dem was unter der Oberfläche verborgen ist und bei genauerer Betrachtung manchmal Überraschendes hervorbringt. Mit den großformatigen Papierschnitten, die mit Schellacktusche und Kleister, gefrorenen Papieren und Wind entstanden sind, verbindet sie zufällig entstandene Strukturen mit Naturbeobachtung und der Übersetzung natürlich gewachsener Erscheinungen.

Instagram @sabine_hilscher

Zur Ausstellung wurzelwerk servieren wir das Menü Alles was unten wächst

Unterirdische Suppe
Maniok, Yams, Süsskartoffel Rahm und Trüffelöl

Vorspeisenplatte Geflecht
Gebeizter und marinierter Spargel mit Limone und Rapsöl
Tagliatelle mit getrockneten Kräutern
Crépestreifen mit Petersilie
Eingelegte Pilze
Eingelegter Löwenzahn mit Balsamico
Beurre Blanc mit hellem Miso
Meerrettichsahne
Petersilienöl

Wurzeln und Fleisch
Karamellisierte Karotte, Pastinake, Schwarzwurzel und Petersilienwurzel im Wurzelsud und Honig, Ochsenschwanz in Steinpilzsauce und Marsala
Vegetarisch: Rote Bete mit Balsamico, Honig und Johannisbeere

Marinierte Erdbeeren mit Limone, Zitronengranité, Heusahne und Schokolade

 

(IN)VISIBLE DIFFERENCES

(IN)VISIBLE DIFFERENCES
Eine Erkundung alternativer Wahrnehmungen, wenn sichtbare Unterschiede tatsächlich unsichtbar sind

Installation von Semra Sevin

 

(In)visible Differences ist eine Erkundung alternativer Wahrnehmungen, wenn sichtbare Unterschiede tatsächlich unsichtbar sind. Semra Sevins inklusive Ausstellung eröffnet während der Woche des Sehens, die durch alle Sinne, sowohl für blinde, seheingeschränkte, als auch sehende Menschen erlebbar ist.

Für (In)visible Differences hat Sevin blinde und sehbehinderte Menschen aus mehreren Kontinenten eingeladen, mit ihr online ein Interview über die Wahrnehmung des „Anderen“ zu führen und ihre Beobachtungen auf Menschen und die Gesellschaft mitzuteilen. Die Interviews sind sowohl online zugänglich als auch begleitend zu einigen Kunstwerken zu hören, oder via QR Code an der Wand zugänglich.

Die Interview Teilnehmer wurden gebeten ein digitales Porträt einzureichen. Parameter der Porträts wie dpi, Farbcodes und Größe wurden in ein 3D-Programm eingespeist, woraus non-figurative Objekte entstanden. Diese haptischen Objekte wurden sowohl per Hand nachgebaut, als auch 3D geprinted. Drei große Centerpieces erzeugen Klang, wenn sie angefasst werden. Zudem sprechen die Skulpturen die olfaktorischen Sinne an. Jedes Objekt wird von einem Lieblingsduft der jeweilig repräsentierten Person begleitet. Zusätzlich haben die Besucher die Möglichkeit, an einer dafür eingerichteten Sound Station, durch das gegenseitige Berühren Sound entstehen zu lassen. Somit kann der Besucher interaktiv ertastbare, hörbare, olfaktorisch abstrakte Portraits erleben. Spiegelfolie an den Wänden versetzen den sehenden Betrachter in eine visuell abstrakte Welt. Sehbeeinträchtigte werden durch Bodenmarkierungen und Informationen in Brailleschrift durch die Ausstellung geführt.

Semra Sevin @Zagreus

Die Künstlerin Sevin möchte mit ihrer Arbeit eine für sie wichtige Frage in den Raum werfen: „Was können wir von Sehbehinderten lernen, um eine neue, avantgardistische Art der Weltwahrnehmung zu entwickeln, die inklusiv ist?“ Die Ausstellung bietet eine Möglichkeit, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen in einem emanzipierten Kontext zu erleben.

Ulrich Krauss hat mit den Aussagen der Blinden über Essen (in der Öffentlichkeit) ein Menü entwickelt, das auf deren Bedürfnisse und Vorlieben eingeht, oder sich der visuellen Erfahrbarkeit entzieht und sich mehr über Duft und Geschmack mitteilt. Die buchbaren Abendessen werden jeweils von einer sehbeeinträchtigten Person begleitet.

Semra Sevin ist eine deutsche interdisziplinäre Künstlerin, die für ihre fotografischen Werkreihen und multimedialen Installationen bekannt ist. Inhaltlich lässt sich ihr Werk durch die Auseinandersetzung mit Fragen der Diversität und Inklusion charakterisieren. Ihr Anliegen ist es, eine eindimensionale Sicht auf die Welt herauszufordern, um die Mehrschichtigkeit von Wahrheit und Identität offenzulegen. Formal setzt sie hierfür Materialien wie Spiegel, Folien, Glas Acryl und jetzt auch Sound, Stein und Metall ein.

www.semrasevin.com

Englischsprachiges Interview mit Semra Sevin und Ulrich Krauss in culturala

Förderer:

Brillen: Pro Retina
3D Druck Beratung: 3D Petrol Print und 2 for 1