FASZINIERENDE DOPPELWESEN

FASZINIERENDE DOPPELWESEN
DIE GEHEIMNISVOLLE WELT DER FLECHTEN

Eröffnung am Donnerstag, den 4. August ab 19:00 Uhr

Elizabeth Carlsson
Amelia Nin
Tom Pöhler
Ursula Wimmesberger

 

Flechten sind nicht nur ästhetisch, sondern auch konzeptionell faszinierend, angefangen bei der großen Metapher ihres Wesens, das aus einer Symbiose von Organismen unterschiedlicher Art entstanden ist. In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt, überlebt nicht der Stärkste, sondern derjenige, der sich am besten anpasst. Flechten sind in der Lage, unter extremen Bedingungen zu überleben, da sie zu den widerstandsfähigsten und gleichzeitig den empfindlichsten Lebewesen gehören.

Vier internationale Künstler*innen erkunden nun ihre gemeinsame Faszination der Flechten in einer multidisziplinären Gruppenausstellung, die dem Betrachter das Wesen der Flechten aus verschiedenen Perspektiven näherbringt und eine einzigartige Erfahrung schafft.

 

Zur Ausstellung FASZINIERENDE DOPPELWESEN servieren wir das Menü

„SYMBIOSE MIT FLECHTEN (Lichen)“

 

Aperitif: Spumante, Casa Gheller, Venetien

Perlhuhn Consommée mit Kräuter-Lichen-Crèpe (Isländisch Moos)
und gefüllte Perlhuhnbrust mit Rosmarin und Lichen
Vegetarisch: Gemüsebrühe mit Kräuter-Lichen-Crêpe und Selleriepuder
2021 Grauburgunder Lehmöfele, Hubert Lay, Kaiserstuhl

DAS GROSSE BRETT: „Symbiose mit Flechten“
Salate, verschiedene Gemüse, Beeren, Nüsse und Kräuter
mit Pilzen, Algen und Lichen
2016 Déjà Fruit Pinot Noir Rose, Alexander Heer, Rheingau

Gebratene Griessnockerl mit Flechtenmehl,
Parmesansauce, Rotweinjus und panierte Artischocken
2010 Domaine Nivet-Galinier Côtes du Roussillon Les Aspres

Flechtengrütze mit Hafer und Honig,
Beeren, Cassis und Aprikosenmarmelade

Meerschaum-Gewoge

Meerschaum-Gewoge
Installationen und Skulpturen von Miriam Lenk

25 / 02 / 22 bis 25 / 04 / 22

Die Galerie verwandelt sich in eine Mischung aus Korallenriff und barocker Höhle. Die Stirnwand des Raums wird von einer altarartigen Installation beherrscht und von der Decke schwebt Octopussy über der Tafel. Dort wogt es weiter in Form von barocken Tellern und Kelchen, die sich aus Lenks Skulpturen befreit zu haben scheinen. Die Gäste können für einen Abend dem kalten Berliner Februar entfliehen und sich in Meerschaum-Gewoge ästhetisch und kulinarisch aufladen.

Das Zentrum ihres Werkes bildet ein weiblicher Archetyp: groß und prächtig, raumgreifend und dominant. Dieser Archetyp steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines von uns nicht steuerbaren Naturgeschehens, dessen Erfahrung uns eine Ahnung von der alle menschliche Vorstellungskraft übersteigenden Dimension des kosmischen Gesamtgefüges vermittelt. Ihre Skulpturen stehen für eine polytheistischen, sinnlichen Gegenkultur nach dem Kampf der Geschlechter: post-patriarchalisch und post-feministisch. Weibliche Sexualität muss nicht mehr verleugnet werden, sie wird im Idealfall ohne Zweck genossen und gefeiert!

www.miriamlenk.de

Lesen Sie dazu auch den in DEEDS.NEWS erschienen Artikel mit einer 3D Präsentation der Ausstellung.

 

Dazu servieren wir das Menü

fließen – schütten – legen

Das Menü, das in den Keramiken von Miriam Lenk angerichtet wird, ist eine Abfolge von Speisen unterschiedlicher Konsistenz und Farben, die in die barock anmutenden Teller und Kelche gelegt oder gegossen werden.
Der Kellner kommt zum Platz und gießt, schüttet, oder bestäubt den Teller mit einem weiteren Element des Menüs, so dass stets aufgegessen und erneuert wird und sich immer andere Kombinationen und Ergänzungen finden. Ein Staffellauf von floralen Speisen und Früchten des Meeres

MENÜ

Silvaner, Hubert Lay, Kaiserstuhl

Algen, Rogen, Muscheln / Consommé
Salatherz / Zitrone / Petersilie
Joghurt / Meerrettich
Chicorée / Orange

Chardonnay, Domaine Arsac, Ardèche

Eier, Safranmaionnaise
Süsskartoffel / Rapsöl
Wolfsbarsch / Apfel-Traubensauce / Mandeln

Bastide Miraflors, Domaine Lafage, Roussillon

Karotten, Honig / Gremolata
Wirsing / Marmelade vom Rind / Portwein
Kartoffel, Meersalz

Schokolade / Birne / Haselnuss

 

SCHWARMSTIMMUNG

SCHWARMSTIMMUNG
mit Objekten und einem Bienenvolk

Installation von Bärbel Rothhaar

23 / 05 / 21 bis 15 / 08 / 21

Über mehrere Jahre hat Bärbel Rothhaar mit Imkern und Bienenforschern Gespräche über ihre Erfahrungen mit Schwärmen geführt. Sie hat zudem ihre Portraits in Bienenwachs modelliert und diese in Bienenstöcken installiert. Im Hof wird ein Bienenvolk in einem Schaukasten an den Wachsportraits weiterarbeiten. Die bereits fertigen Kollaborationen von Bienen und Künstlerin sind in den Innenräumen zu sehen.

MENÜ

Zur Ausstellung SCHWARMSTIMMUNG servieren wir ein Menü mit Produkten der Bienen und ihre therapeutische und kulinarische Anwendung mit Honig, Oxymel, Met und Drohnenbrut.

Fischessenz mit Tomate, Fenchel und Met

Kopfsalatherz mit Minz-Melissen Emulsion, Zitronenvinaigrette und Pollencreme mit Joghurt

Wolfsbarsch in Holunder-Oxymel confiert, eingelegte Holunderkapern und Süsskartoffelmousse mit Orange

Dicke Bohnen in Gerstenmiso und gebratene Pfifferlinge in Petersiliensauce

Gefüllte Perlhuhnbrust mit Rosmarin und mit Wachholderoxymel gebraten, roter Mangold mit Hagebuttenoxymel und Rotweinbutter

Crème Brûlée mit Drohnenbrut und Erdbeershake mit Sommerblüte

www.baerbel-rothhaar.com
Instagram: @apis_regina_berlin

INTRO : THE WILD

INTRO : THE WILD
Gewächse der Schwäbischen Alb

Installation von Bruno Nagel

Bruno Nagel lebt in Hohenstaufen in einer leerstehenden Bäckerei mit Garten, Scheune und Streuobstwiese. Inzwischen hat er sein Atelier mit der ihn umgebenden Landschaft der Schwäbischen Alb erweitert. Mit Schwerpunkt Ostalb zieht er über die Magerwiesen, sammelt Wildkräuter wie Thymian, Wachholder und wilden Majoran, zapft an Quelltöpfen Wasser und macht aus seinem Obst Moschd und Schnaps. Aus diesem Kosmos bringt er aus seiner Sammlung Zutaten für die Zagreusküche mit.

Aus dem sommerlichen Biergarten wird nun eine Herbst/Winter Situation mit einer offenen Schutzhütte im Innenhof. Wir servieren das Menu FEUER & RAUCH passend zum Ambiente, das aus Wärmeofen, Fellen, Decken und frischem Heuduft besteht.

Im Innenraum präsentiert Bruno Nagel ein Panorama aus Text- und Objektarbeiten.
Die Ausstellung kann unter Beachtung der Corona Regeln angeschaut werden.

Wir servieren dazu das Menü FEUER UND RAUCH:

Mostalbsuppe mit Quitten und Äpfeln, Apfelmost, Weisswein, Apfelbaumholz in Sahne, Heu von der Magerwiese und Meerrettich

Hausgeräucherte Lachsforelle mit Orangenbeize, Hagebuttenmark und Petersilie-Walnuss Pesto
Vegetarisch: Geschmorter Fenchel in Pernod

Hausgeräucherte Entenbrust mit Kamillenpuder, Confit von roten Zwiebeln und fermentiertem Knoblauch, Pflaumensauce
Vegetarisch: hausgeräucherte Rote Bete

Gebackene Hirschkalbskeule mit Wachholder und Rosmarin, Steinpilzsauce und gebratene Polenta mit Parmesan
Vegetarisch: Geschmorter Wirsing mit Maronen und Rosmarin

Flambierte Apfelbeignets mit Vanille und aufgeschlagene Birnensauce mit eingelegten Birnen

EINWÄNDE II

EINWÄNDE II

Installation von Marco P. Schäfer

Die von Wand zu Wand, Boden zu Decke reichenden Collagen, oder Messerschnitte aus bunten Papierstreifen unterschiedlichster Länge, Breite, Farbe und Form scheinen die Wände mal lauter mal leiser in Schwingung zu setzen. Es gibt kein Oben, kein Unten, keinen Anfang, kein Ende, sondern nur die geballte oder fragilere Kraft von Form und Farben gepaart mit der ephemeren Leichtigkeit des Papiers.

Egal ob skizzengroß oder raumfüllend schafft Schaefer seine Arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Der Träger ist ein weißer, durch Grundformen verstärkter Papierrahmen. Aus zuvor mit Acryl kolorierten Bögen aus hochwertigem Papier schneidet Schaefer mit dem Cuttermesser verschiedenste Streifen und Formen, die anfangs eher spontan intuitiv, später in präzisen Schritten arrangiert und mit Kleber fixiert werden. In dieser Arbeitsphase verwandelt sich Schaefer in einen Pollock des Papiers: konzentriert, in ständiger Bewegung und seiner inneren Musik folgend kreiert er seine Großformate.

Denn eigentlich ist Schaefer ein Zeichner, inspiriert von der gebräuchlichen Bildsprache der Werbung und des Comic. Geprägt aber auch vom barocken Stil der Kirchen, mit ihren ausufernden Formen, wie er sie aus seiner alten süddeutschen Heimat kennt. Dieses ausufernde, fast schon psychedelisch wirkende, trifft in seiner Arbeit auf das streng formalistische. Dadurch wirken seine Arbeiten trotz der Strenge oft fast „locker und leicht“.

„Die Kompositionen können von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten, umgekehrt oder gespiegelt, auch negativ, als Buchstaben, Runen, Noten, Ornamente, Codes, Ziffern, Schablonen, Schattentheater oder spekulative Abstraktion, Einfühlung (Grominger), magische Botschaft (McLuhan), Partisanen (Mao) oder Piraten (Conrad) gelesen werden. Die Kompositionen sind sehr spontan und enthalten die komplexität meines Wesens“.

 

ONE MORE TIME

ONE MORE TIME

Skulpturen Gabrielle Rossmer
Film Luther Price
Malerei Sonya Gropman

05 / 03 / 20 bis 14 / 04 / 20

Die Ausstellung arbeitet mit Haushaltsgegenständen die mit Kochen und Essen zu tun haben sowie Zeit, Ort und Bedeutung in sich gespeichert haben. Gegenwart und Vergangenheit, Deutschland und die USA, menschliche Erfahrungen mit Nahrung, Verlust, Heimat, Emigration und erneute Verwurzelung und Erholung.

Sie bezieht sich auf das Heute, wie es aus dem Vergangenen entstanden ist, das Annehmen der Geschichte als Teil unserer Gegenwart.

Als die Familie Rossmer 1939 mit ihrer einjährigen Tochter Gabrielle aus Nazideutschland flohen, nahmen sie alle Möbel, Küchenutensilien und Wäsche in einer grossen Kiste mit nach New York City. Fast alles hat bis heute überlebt und ist immer noch im Gebrauch der Familie.

Ironischerweise mussten Juden während des NS Regimes eine Steuer auf alle Haushaltsgegenstände bezahlen, die sie mitnehmen wollten, mit dem Ziel jüdisches Leben in Deutschland auszumerzen, doch führten diese Gegenstände in ihrer Familie zu einer fortwährenden Verbindung zu dem früheren Leben in Deutschland.

Alle drei Künstler der Ausstellung erleben und untersuchen diese Gegenstände aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Malerei von Sonya Gropman aus heutiger Sicht, Luther Price arbeitet mit Archiv-Filmmaterial und Gabrielle Rossmer reflektiert ihre eigene Geschichte.

Gabrielle Rossmer und ihre Tochter Sonya Gropmann haben zusammen „The German-Jewish Cookbook: Recipes & History of a Cuisine“ geschrieben und 2017 bei Brandeis University Press veröffentlicht. Es beschäftigt sich mit der fast verschwundenen Tradition deutscher Juden und versucht diese zu bewahren. Die meisten Überlebenden der 30 er Jahre sind mit der Kultur
der Länder verschmolzen in die sie emigrierten.

Die Küche ist der Ort in dem die Deutsch-Jüdische Kultur am Besten bewahrt ist, da viele Rezepte der Mütter, Grossmütter und Urgrossmütter erhalten sind, wie Rezepte für das Passah Fest ohne gesäuertes Brot, das Lichterfest mit meist in Fett gebackenen Speisen, oder die Schabbat Brote (Berches).

Gabrielle Rossmer ist Bildhauerin. 1991 entwickelte sie eine Multimedia-Installation mit dem Titel „In Search of the Lost Object“ die sich mit der Geschichte der Familie auseinandersetzt, sowie der späteren Emigration in die USA. Diese Arbeit wurde in ihrem Geburtsort Bamberg und in der Cathedral of St. John the Devine in NYC ausgestellt, als Teil der Ausstellung „Witness and Legacy,
Contemporary Art about the Holocaust“. Mit der aktuellen Arbeit knüpft sie 18 Jahre später an diese Ausstellung an.
Alte Haushaltsgegenständen sind mit weissen Binden und Kleister abgeformt und beziehen sich auf diese vergangene Zeit. Gabrielle Rossmer lebt in Massachusetts, USA

Luther Price ist Experimentalfilmer dessen Werk weitläufig in den USA und Europa ausgestellt wurde. Unter anderem im Museum of Modern Art und der Whitney Biennale in NYC. 1991 hat er historisches Filmmaterial von Haushaltsgegenständen und Familienmitgliedern verarbeitet und daraus einen 15 minütigen Film mit dem gleichen Titel „In search of the lost Object“ zusammengestellt, zu dem er sagt, dass die Objekte zu ihm sprachen, lebendig und voller Bedeutung wurden. Luther Price lebt in Boston, USA

Sonja Gropmann ist bildende Künstlerin und Autorin von Texten die in Zusammenhang mit Nahrung und Kochen stehen.
Die in starken Farben direkt auf die Wand gemalten Silhouetten und Ornamente reflektieren ihre Arbeit in der Küche. Die Motive wiederholen sich und bilden ein Muster das zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwankt. Sonya Gropman lebt in NYC

www.germanjewishcuisine.com

 

La Grande Bouffe

La Grande Bouffe

Eine Rauminszenierung über Mensch, Tier, Lust und Tod
von Margret Eicher

Inspiration und Ausgangspunkt der Rauminszenierung von Margret Eicher ist der französisch-italienische Spielfilm La Grande Bouffe (Das Große Fressen) aus dem Jahr 1973. Regie führte Marco Ferrera, die Hauptrollen spielten Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret, Ugo Tognazzi und Andréa Ferréol. In der Filmhandlung wird bei übermässigem Essen und sexuellen Ausschweifungen ein geradezu feierlicher kollektiver Suizid inszeniert.

Gezeigt wird im Zagreus Projekt eine Medientapisserie, und ein rundum wandfüllendes Ornament, welches ebenfalls die Fläche des Esstischs bedeckt.Die Tapisserie zeigt im Hauptmotiv erlegtes Rot und Schwarzwild niederländische Stilllebenmalerei zitierend, in Korrespondenz zu weiblichen Porzellanfiguren. Es entsteht ein erotisches Fluidum, in dem das Tier als vielschichtige Projektionsfläche menschlicher Begierden erscheint. Die Allianz von Sexualität und Tod zeigt sich hier in überraschender Anmutung.

www.margreteicher.de

Mit freundlicher Unterstützung

Menü

Die Inszenierung der Speisen greift sowohl Elemente aus dem anwesenden Kunstwerk als auch Speisen aus dem Film auf und verbindet diese zu einem üppigen Menü mit italienischen und französischen Einflüssen aus der klassischen Hochküche.

1. Gang
Ei als Symbol von Tod und Auferstehung
Soleier mit Kräuter und Süssholz
Barocker Salat „Hell-Dunkel“ mit Trüffelvinaigrette

2. Gang
Italienische Schichtung
Polenta
Tomatensugo
Tagliatelle alle erbe
Funghi
Broccoli
Salsa di Parmigiano
Ricotta
Pinoli

3. Gang
„Du stirbst nicht wenn du nicht isst“
Selle de Sanglier Prince Orloff
Sauce Soubise
Sauce Mornay
Tomates
Pürée de pommes de terre et des châtaignes

Vegetarisch
Casserolle de lègumes à la provencale
Sauce Soubise
Sauce Mornay
Tomates
Pürée de pommes de terre et des châtaignes

4. Gang
Dessert Andréa
Crème Bavaroise
Crêpes Suzettes
Framboise
Crème Chantilly

 

Kochen bis der ARzT kommt

von Bodo Niggemann

06 / 11 /19 bis 28 / 11 / 19

Prof. Dr. Bodo Niggemann, der nach einer erfolgreichen Arztkarriere (Kinder – und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Allergologie und Pneumologie) und seiner Pensionierung 2017 nun seine künstlerische Arbeit vorstellt, die er sein ganzes Leben lang parallel betrieben hat.

Im Zagreus Projekt werden aktuelle Arbeiten ausgestellt, die alle aus medizinischen Materialien bestehen.

www.bodo-niggemann.de

Die Profession von Bodo Niggemann als Allergologe ist eine Steilvorlage , um im gastronomischen Bereich den Umgang mit Allergenen in Nahrungsmitteln zu beleuchten.

Mit etwas Humor servieren wir alle deklarationspflichtigen Allergene in einem Menü „zur Hyposensibilisierung“, bei dem der Gast die freie Auswahl hat, die Speisen zu essen, die ihm gut bekommen.

Menü

Infusion
Fenchel und Tomate

Alle Allergene:
Glutenhaltiges Getreide
Krebstier/Weichtiere
Eier
Lactose
Fisch
Erdnüsse
Soja
Schalenfrüchte
Sellerie
Senf
Sesamsamen
Schwefeldioxid/Sulfite

Heilkräuter
Zitronenverbene, Bärwurz, Rosmarin, Estragon, Zitronenmelisse, Minze

 

Von Armen und Beinen

Von Armen und Beinen

Installation von Christina Paetsch

04 / 09 / 19 bis 02 / 11 / 19

Christina Paetsch arbeitet in ihren Bildern und Installationen bevorzugt mit Lebensmitteln und Dingen, die uns dies suggerieren. Beine von Tieren benutzt Sie häufig als bedeutungstragendes Material. Jedoch, die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen. Ob das überquellende tägliche Angebot unserer Supermärkte oder das verloren gegangene Bruchstück auf der Straße – Sie greift auch hier Schönheit und Ekel auf, die beiden dicht beieinanderliegenden Schwestern, verwebt die Gegensätze und spielt mit unseren Bedürfnissen. Paetschs oft aufwendige Inszenierungen, in denen die Dinge gleich Collagen aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst werden, führen geradewegs in die Absurdität.

Ob wir strampeln oder mit den Armen rudern, es nützt nichts. Arme und Beine, ob als Fortbewegungsmittel oder Trophäen an der Wand, oder als Lukullisches vor unserer Nase. Christina Paetsch zieht uns mit ihren Bildern in ihren Kosmos, der, wie ein guter Wein, seine Geheimnisse erst nach und nach preisgibt.

In der Ausstellung „Von Armen und Beinen“ im Zagreus Projekt zeigt Sie eine Installation aus Fotografien und Objekten, gleich einem Parcours mit Armen und Beinen.

Zur Ausstellung servieren wir das Menu „alles mit allem“

„Soljanka“ mit Sepia, Oktopus und Basilikumsahne

Mangold und Spinatsalat mit gesulzter Spätlese,
Austern, Muscheln und Champignons mit Limonenvinaigrette

Kalbshaxe, Blumenkohl, Kopfsalatherzen, Spitzkohl und Zander
(Alles im Ganzen serviert und auf dem Tisch tranchiert)

Früchte in Bitterschokolade, karamellisierte Mandeln und Tonka Bohne

 

Knochenkohle

zagreus galerie koch kunst catering

KNOCHENKOHLE

Eine Installation von Ulrike Mohr

28 / 02 / 19 bis 04 / 05 / 19

Ulrike Mohr transformiert unterschiedlichste Hölzer zu Holzkohle, die dann oft in einem Zustand zwischen Zeichnung und Skulptur schwebend im Raum installiert werden. Für die Installation im Zagreus Projekt hat sie alle Knochen von einem Schaf geköhlert. Das Tier wurde in zweierlei Weise transformiert:

Die Knochen verwandeln sich durch das Köhlern und dem Entzug der organischen und wässrigen Verbindungen zu Knochenkohle, also reinem Kohlenstoff, der keinem weiteren Verfall mehr untersteht und das Fleisch durch den Kochprozess im Zagreus Projekt zu Suppe, Schmalz und Wurst. Die Knochen werden zur Installation und das Fleisch wird Bestandteil im Menü „SCHWARZ“.

Knochenkohle Ulrike Mohr zagreus galerie koch kunst catering

Menü SCHWARZ

Palmkohl, Mangold und Spinat in schwarzer Tempura,
Maniok, Schwarzwurzel und Süsskartoffel im Gewürzmantel,
Kürbiskernpesto, Balsamico Vinaigrette und schwarzes Algenöl

Gebratener Loup de Mer, Fenchel-Kräuterpüree,
Polenta mit Sepia und Nussbutter, fermentierte Walnuss
und schwarze Walnussmayonnaise

Crèpinette vom Schaf mit Knochenkohle, Essenz vom Schaf
und ausgelassenes Fett vom Schaf mit Knoblauch,
Kartoffel-Topinambur Stampf mit Rahm und Crème Fraîche,
gebackene Rote Bete mit Portweinreduktion, Muscovadozucker und Terva

Crème Brûlée mit Lakritz, Schokoladen-Kaffeesauce
und karamellisierte Backpflaumen mit Cognac