ZAGREUS 2000 – 2020. Das Beste aus 20 Jahren

Gruppenausstellung und Katalogpräsentation

18 / 08 / 21 bis 20 / 02 / 22

Das Beste aus 20 Jahren

Mit Sonja Alhäuser , Heather Allen, Dorothee Berkenheger, Markus Binner, Lis Blunier, Fritz Bornstück, Stephan Brenn, Christina Bunk, Elizabeth Demaray, Diana Dotson, Maurice Doherty, Irena Eden, Margret Eicher, Roland Fuhrmann, Axel Geis, Pierre Granoux, Lennart Grau, Julien Grenier, Johanna Hasse, Patrick Huber, Stephan Hüsch, Guisun Jang, Arnd Kaestner, Kain Karawahn, Doris Koch, Volker Kreidler, Astrid Köppe, Kühne/Klein, Inés Lauber, Stijn Lernout, María Linares, Ute Lindner, Ulrike Mohr, Oliver Möst, Bruno Nagel, Bodo Niggemann, Jennifer Oellerich, Christina Paetsch, Pfelder, Patrick Pilsl, Claudius Pratsch, Aaron Rahe, Susanne Ring, Bärbel Rothhaar, Harro Schmidt, Uwe Sennert, Johanna Smiatek, Henrik Strömberg, Martin Städeli, Hiroko Tanahashi, Ines Tartler, Peter Thol, Josina von der Linden, Lotta Weigl, Sador Weinsclucker, Markus Wirthmann, Renate Wolff, Simone Zaugg, Dida Zende.

Kataloggestaltung: www.yannick-nuss.de

MENÜ

Apéritif: Spumante Casa Gheller Venetien

SONGS FROM THE WOOD VON MARKUS WIRTHMANN UND PETER LANG

„Tafelbild mit grüner Landschaft“
Wildkräutersalat, Rucola, Spinatsalat mit Zitronendressing
Kartoffelbrandate mit Ei und Melisse
Schwarzwurzel mit Kürbiskernöl und Rosmarin
Mandel-Petersilien-Pesto
Gebackenes Kalbsbries im Kräutermantel
Hagebutte

2017 Vogelsang, Trittenheimer Apotheke Riesling, Weingut Loersch, Mosel

KNOCHENKOHLE VON ULRIKE MOHR

Gebratener Loup de Mer,
Fenchelpüree mit Estragon und Pernod,
Polenta mit Sepia und Nussbutter
Schwarze Knoblauchmaionnaise,
Fermentierte Walnuss

2019 Chardonnay, Domaine Arsac Argance, Ardèche (Holz)

MUSCHELMÄDCHEN UND AMORETTENSCHMELZE VON SONJA ALHÄUSER

Gefüllte Hühner in 5 Farben
Römischer Kohl mit Zimt, Zucker und Parmesan

2020 Spätburgunder Handwerk, Jürgen Leiner, Pfalz

LEBEN IN DER SMARTBOX VON JOHANNA HASSE

Crostata al Limone:
Zitronentorte, Mandeleis

MENÜ

Apéritif: Spumante Casa Gheller Venetien

DIE BENTO BOX IM LEBENSMITTELSORTIMENT VON UWE SENNERT UND WERNER DEGREIF

„Nach dem Essen ins Heim“
Panierter und gebackener Zander im Zitronen-Weissweinsud eingelegt,
grüner Salat, Kartoffel-Gurkensalat, marinierte Rote Bete
Vegetarisch: Gebackener und panierter Sellerie

2019 Domaine Faller Macerat Pinot, Elsass

HIMMELREICH, MANISCHE ZEPPELIN SCHNAPPSCHÜSSE VON ROLAND FUHRMANN

Mulligatawni Indienne
Pfeffrige Currysuppe aus der indisch-englischen Küche mit Ente
Vegetarisch: mit Süsskartoffel

2016 Déja Fruit, Pinot Noir Rosé, Alexander Heer, Rheingau

HOMMAGE TO ANGEL KANCHEV VON IRENA EDEN UND STIJN LERNOUT

Ein gastliches Mahl
Geschmorte Lammschulter und gebackene Keule
mit Oliven, Zitrone und Zimt, Aprikosenreis
und Aubergine mit Walnüssen
Vegetarisch: Büffelmozzarella in Tomaten-Olivensugo

2010 Domaine Nivet Galinier Les Aspres, Côtes du Roussillion

STADT MACHT SATT VON ANJA FIEDLER UND SABINE HILSCHER

Alles vom Baum
Gefüllte Ahornblätter mit Tannenwipfelreis,
Fichtennadelparfait und Honigsirup und eingelegte Holunderblüten

MENÜ

Apéritif: Spumante Casa Gheller Venetien

DIE UNTERWANDERUNG DER ALPEN VON LIS BLUNIER
Colours

Gelbes Paprikaparfait
Fenchelpüree mit Petersilie und Estragon
Süßkartoffel – Mousse mit Safran
Rote Bete mit Balsamico und Honig
Blätter und Vinaigrette

2019 Vogelsang, Trittenheimer Apotheke Riesling, Loersch, Mosel

KÖNIG UND KÖNIGIN VON COCO KÜHN
Preußische Hofküche zu Zeiten Friedrich des Grossen

Legierte Kapernsuppe mit gebratenem Saibling

2020 Grauburgunder Lehmboden, Jürgen Leiner, Pfalz

M_ask_E GRUPPENAUSSTELLUNG
C´est un masque

Pochierter Rehrücken mit Fichtensalz
Blutwurst mit Apfel
Quittenbrot mit Honig und Rosenwasser
Apfel – Quittenmus
Rotwein – Hagebuttensauce

2016 Spätburgunder SL schwefelfrei, Hubert Lay, Kaiserstuhl

SORONG 1962 VON TANYA BARNAU SYTHOFF

Kardamom Eis mit Papayasamen
Mango – Kokos – Smoothie
gebratene Papaya mit Langpfeffer und Limonenöl

MENÜ

Apéritif: 2019 Domaine Faller Pet Nat Muscat, Elsass

REFETTORIO von ARNDT KAESTNER

Meerfisch im Saft (Rezept von Bartolomeo Scappi)
Wolfsbarsch, Weisswein, Apfelmost, Trauben, Safran, Mandeln

2020 Weißer Burgunder „Handwerk“ Jürgen Leiner, Pfalz

FEUERWACHE ZAGREUS von KAIN KARAWAHN

Polenta Nera (mit Sepia) und Muscheln in Tomaten-Chilisauce

2019 Domaine Arsac Argance, Chardonnay, Ardèche (Holz)

HINTER DEM WEISSEN VORHANG von INÉS LAUBER

Rosa gebackene Lammkeule in orientalischen Gewürzen
mit Rosinen und Honig, verschiedene Gemüse mit Zitrone und Honig,
Couscous mit Mandeln

2012 Orphée, Domaine Courbissac, Minervois

SUER GAZ – ZAGREUS

Reispudding mit Zimt – Birne aus dem Gewürzfond mit Rosenwasser

SUER GAZ-ZAGREUS

JOFROI AMARAL (B)
MAURICE DOHERTY (IRL)
PIERRE GRANOUX (F)
JULIEN GRENIER (F)
HENRIK STRÖMBERG (S)

28 / 08 / 2013 bis 21 / 11 / 2013

Eröffnung mit DJ Filet de Soul

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„Suer“ ist das französische Wort für schwitzen, „gaz“ bedeutet Gas. Bringt man diese beiden Worte ,
die gemeinsam ein Palindrom zu ZAGREUS bilden, in Zusammenhang mit dem Akt des Kochens,
so wird daraus „anschwitzen“ und „Gasherd“. Im Amerikanischen bedeutet “Gas” Benzin, auf Französisch
wiederum “essence” genannt, was an den deutschen Begriff “Essenz” erinnert: Kochen und Essen als sich
immer wiederholendes Ritual der Reduktion und der Transformation.

Pierre Granoux gestaltet die Ausstellung SUER GAZ-ZAGREUS in seiner Doppelrolle als Künstler und Kurator.
Einerseits legt er eine Installation von 2002 unter dem Titel „Recettes – Reset“ neu auf, anderseits lädt er Künstler
seines Kunstraums LAGE EGAL ein, mit ihm auszustellen: Jofroi Amaral, Maurice Doherty, Julien Grenier und
Henrik Strömberg. Entscheidend bei der Auswahl der Künstler – und der Kunstwerke – sind deren Bezüge auf Esskultur
im weitesten Sinne. So wie man beim Essen ungern alleine bleibt, war die Gemeinschaftsausstellung mit Künstler-Freunden
für Granoux ein wichtiges Anliegen.

Den Ausgangspunkt seiner Installation bildet eine Sammlung von Postkarten mit Küchenrezepten aus Frankreich,
die er den Sommer über von Freunden und Bekannten zugeschickt bekommen hat. Mit diesen Rezepten aus der
Heimat wird er den Galeristen und Kochkünstler Ulrich Krauss herausfordern, der wöchentlich aus dem Fundus der
Rezeptkarten ein MENÜ Á LA CARTE POSTALE in vier Gängen entwickelt.

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Die Arbeiten von Julien Grenier erinnern an geschichtete Nahrungsmittel, an Überreste einer farbenfröhlichen Ess-(Un)kultur.
Die Pastellzeichnungen sind Teil einer unendlichen Serie, die der Künstler täglich zu Beginn seiner Atelierarbeit anfertigt, eine
Art Auflockerungsübung, wobei er sich von Essensresten in seinem Atelier oder aber von Erinnerungen an eingenommene
Mahlzeiten inspirieren lässt.

Jofroi Amaral zeigt die detaillierte Abbildung eines Haufens menschlicher linker Oberschenkelknochen. Handelt es sich um
die perfide, systematische Sammlung eines Kannibalen oder um ein vergessenes Lager von Industrie-Einzelteilen? Sind
Knochen nicht die Vorläufer unserer Werkzeuge und Waffen?

Die schwarz-weiß Negativ-Fotografien von Henrik Strömberg zeigen schillernde, silbrig glänzende Objekte, die an Trophäen
und Kelche erinnern und von denen sich schwer sagen läßt, woher sie stammen und wozu sie dienen, wie Ausstellungsstücke
eines historischen Museums, Überbleibsel geheimnisvoller Rituale aus einer längst vergangenen Kultur.

Das Warten erhöht die Vorfreude auf das Essen, der Aperitif zögert die Essenszeit heraus, öffnet den Appetit und Pausen
zwischen den einzelnen Gängen laden zum angeregten Gespräch ein. In der Videoarbeit von Maurice Doherty wird das
Warten auf die Kellnerin jedoch über das Erträgliche hinaus verlängert und die Geduld des Zuschauers auf die Probe gestellt…
[DG/PG]